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Der Opel Manta – oder kurz Manta – ist mehr als 20 Jahre nach Einstellung der Produktion vielen noch immer bekannt als das deutsche Proletenauto schlechthin. Viele werden mit dem Auto jede Menge Klischees assoziieren, beispielsweise den unterbelichteten Fahrer Manni, der bei jeder Witterung den Ellenbogen aus dem Fenster hält, und dessen Freundin, die Friseuse.
Ähnlich wie die Blondinenwitze, die Ostfriesenwitze und andere Gattungen der Witzkultur haben sich auch die Mantawitze fest ins kollektive Gedächtnis der Deutschen gebrannt. Kostprobe gefällig? Steht ein Manta vor der Uni.
Dabei kann der Opel Manta auf eine durchaus erfolgreiche und interessante Geschichte zurückblicken. Hergestellt wurde das zweitürige Sportcoupé immerhin fast 20 Jahre, von 1970 bis 1988. Nach der Einführung des Ford Capri im Jahr 1968 wollten die Entwickler der Opel AG einen deutschen Konkurrenten anbieten.
Obwohl die Benzin-Motoren, mit denen der Opel Manta vom Werk aus angeboten wurde, nie an die Leistung der Konkurrenz heranreichen konnten, verkaufte sich der Manta insgesamt über eine Million Mal – für ein Sportcoupé, das sich fast ausschliesslich an junge, männliche Kunden richtete. eine stattliche Zahl.
Der Opel Manta und sein Bruder Opel Ascona
Technisch basierte der Opel Manta auf der interessanterweise erst nach Einführung des Coupés vorgestellten Limousine Opel Ascona. Als die Modellreihen Manta A (1970 – 1975) und Manta B (1975 – 1988) eingestellt wurden, teilte sich [...mehr]
„An der Spitze des vielseitigen Programms der Gutbrod-Motorenbau G.m.B.H. Steht der Gutbrod-Superior. Dieser Zweisitzer ist ein Fahrzeug für den Kenner, ausgereift in seiner Konstruktion mit echtem Fahrkomfort.“
So warb Gutbrods Marketingabteilung vollmundig für den Superior. Was machte diesen Wagen mit seinem 700 ccm-Zweitaktmotor nun so herausragend? Die Benzin-Direkteinspritzung. Genau das System, was derzeitig bemüht wird, den Kraftstoffkonsum moderner Motoren einzudämmen. [...mehr]
Mit dem 1962 debütierten Roadster MG B landete MG als Konzernmarke der British Motor Corporation einen großen Wurf. Was lag da näher, als Coupefreunde mit einem geschlossenen Derivat anzulocken?
Der ursprüngliche MG B GT wurde ab 1965 als dreitüriges Kombicoupé hergestellt und ähnelte bis auf die Größe den damaligen Shooting Brakes. Mit seinem gusseiserne 1,8-l-Reihenvierzylinder, der auch im Roadster zu finden war, beschleunigte der MG B GT zwar etwas langsamer, da wenig schwerer, als sein offener Bruder, konnte aufgrund besserer Aerodynamik jedoch mit 168 km/h Höchstgeschwindigkeit um acht Tachoeinheiten abhängen. Seine Pluspunkte lagen im Handling, die 95 PS hatten mit den 1025 kg Leergewicht keine größeren
Probleme, die hintere Starrachse an Blattfedern sorgte für ein mäßig komfortables, aber ehrliches Fahrverhalten. Sitzen konnte hinten indes kaum jemand, selbst für einen 2+2-Sitzer bot der MG B GT auf der Rückbank wenig Platz. Dafür blieb man in jedem Fall trocken und windgeschützt.
MG B GT als Sechszylinder MGC
Zwischen 1967 und 1969 schickte sich MG an, in den engen Motorraum des MG B einen 2,9-l-Reihensechser zu quetschen, um die Einstellung des Austin Healey 3000 zu kompensieren. Die [...mehr]
Dass der Adler Standard 6 den heimischen Horst erreicht, ist nicht ganz utopisch. Zwar handelt es sich bei dem Mittelklasse-Fahrzeug um ein Vorkriegsauto, doch wurde der Standard 6 in recht ordentlichen Stückzahlen gebaut.
Spektakulärstes Merkmal des Adler Standard 6 war seine Ganzstahlkarosserie des Karossiers Ambi-Budd. Das mag uns heute seltsam erscheinen, löst selbst eine Carbonaußenhaut bestenfalls ein müdes Zucken aus. Doch 1927 kollidierten die Autos noch anders: Hersteller wie Tornax und viele andere bauten ein Gerüst aus Holz und verkleideten es mit Blech oder Kunstleder. Diese aus Amerika übernommene Bauweise hat zweierlei Vorteile, zunächst einmal geht die Karosseriefertigung aus gepressten und gestanzten Blechen erheblich schneller von
statten, zweitens ermöglicht sie – eine genügende Stückzahl vorausgesetzt – ein beliebiges Teil vom Schrott zu nehmen und damit identisches am eigenen Auto zu auszutauschen. Je mehr Handarbeit in den Aufbauten steckte, desto unregelmäßiger und unpräziser wurden und sind sie immer noch. Wer mit dem Ambi-Budd Adler Standard Adler 6 nichts anfangen konnte, bestellte sich einfach ein fahrtüchtiges Chassis und ließ ein außenstehendes Karosseriewerk nach Wunsch die Blechhülle maßschneidern. Der inzwischen so gut wie ausgestorbene Leiterrahmen ermöglichte dies.
Adler 10/45 Standard 6 und Adler 12/50 Standard 6A
Insgesamt gab es vier Ausführungen des Adler 6 Standard, so zunächst von 1927 bis 1930 den Standard 6 (10N). Diesen gab es als 4-türige Tourenwagen und Limousinen sowie als 2-türiges [...mehr]
Mit dem Opel GT schickten sich die Rüsselsheimer an, problemlose Großserientechnik mit amerikanischen Coke-Bottle-Design zu kombinieren. Das Ergebnis: Während bei VW der Käfer noch läuft und läuft und läuft, bricht im Licht des Blitzes schon die Luftfahrt an: „Nur Fliegen ist schöner!“ titelte die Werbung. Und behielt recht.
Woran erkannt man den Opel GT Fahrer? Am rechten Popeye-Arm. Der erledigte nämlich mit kräftigem Zug am Hebel das Öffnen und Schließen der Scheinwerfer. Das Zugsystem stellt leider gleichzeitig eine der Achillesfersen des Opel GT 1900 wie auch des schwächeren GT 1100 dar, Frontalunfälle ziehen das Gestänge schnell in Mitleidenschaft. Das interessierte die Kundschaft
des Sportwagens allerdings nicht, sie gab dem formschönen Coupe die Sporen, gerade jenseits vom Atlantik: Über die Hälfte der 103.463 produzieren Opel GT gingen in US-amerikanischen Besitz über. Die Fahrer bekamen Chevrolet Corvette-Optik zum kleinen Preis und mussten im Zweifelsfall nicht einmal General Motors untreu werden, handelte es sich um eingefleischte GM-Fans. Frankophile konnten sich indes an der bei Brissoneau & Lotz produzierten Karosserie erfreuen.
Opel GT 1900 – Rekord-Verdacht trifft zu.
Zuverlässsige Großserientechnik? Aber ja, der Opel GT 1900 hatte sie. Der Opel Rekord C spendierte den 1,9 Liter-Vierzylinder mit 90 PS, der höhere Zylinderkopf forderte jedoch Tribut, der [...mehr]
Nachdem die Hamburg Berlin Klassik 2009 gerade zu Ende gegangen ist, freut sich die Oldtimer-Gemeinde schon auf die Rallye-Veranstaltung im nächsten Jahr.
Die Oldttimer-Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010 kann kaum besser werden. Dafür legten sich die Organisatoren der diesjährigen Ausgabe einfach zu sehr ins Zeug. Das zweite Stattfinden der Tour nach 2008 konnte die Zusammenkunft von historischem Edelmetall fest in der Szene etablieren: Der vom Fachmagazin „Autobild Klassik“ ausgetragene Event glänzte nur so vor Perfektion. Lediglich die 78 Pokale versprühten noch mehr Glanz. Denn die gab selbstverständlich es nur für Teilnehmer, dabei sein ist also auch auf der Hamburg Berlin Klassik 2010 alles.
Was bietet die Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010?
Was die Hamburg Berlin Klassik 2010 beinhaltet, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch in den Sternen. Peter Göbel als sportliche Leiter der Oldtimer-Rallye mit Fahrzeugen bis Baujahr 1989 setzte eine ziemlich hohe Benchmark, war er doch zur Ermittlung der einhellig als
traumhaft angesehenen Strecke 10.000 Kilometer zum Festlegen selbiger unterwegs. Auch am [...mehr]
Wie Porsche Oldtimer oder Jaguar Oldtimer umgibt Bugatti Oldtimer die Aura eines erlesenen, sportlichen Fahrzeugs. Insgesamt verließen nur knapp 8.000 Fahrzeuge die Fabrik in Molsheim.
Schon zu ihrer Bauzeit zwischen 1909 und 1956, waren Bugattis in kleiner Stückzahl und vor allem extrem teure gefertigte Fahrzeuge. Ein 1925er Bugatti Brescia, der seinerzeit aus Angst einer gewaltigen Importsteuer-Nachzahlung im Lago Maggiore versenkt und jüngst geborgen wurde, mag dazu etwas Aufschluss geben. Neben einigen Tourenwagen und Limousinen waren es vor allem Leichtbau-Sportwagen mit Cabrio Karosserien und die bemerkenswerten Erfolge im Motorsport. Legendär ist die Äußerung des Patrons Ettore Bugatti, einem absoluten Verfechter des Leichtbaus, über die zeitgenössischen Rennwagen von Walter Owen Bentley, die Bugatti wegen ihrer Massivität und riesigen Motoren als „schnellste Lastwagen der Welt“ bezeichnete.
Bugatti Oldtimer – Ästhetik pur
Als Ästhet befand Ettore Bugatti, dass ein Motor nicht nur funktionieren müsse, sondern dazu noch gut auszusehen habe. Für die anmutige Erscheinung seiner Triebwerke nahm Ettore teilweise
auch Leistungseinbußen hin, etwa durch seinem Geschmack entsprechende Ansaugrohre, die durch ihre rechten Winkel den Luftstrom behinderten. Seine Fahrzeuge waren häufig im Art Deco-Stil gestaltet und wiesen teils dramatische Karosserien mit ungewöhnlichen [...mehr]
Vom 2. bis zum 5. September 2009 richtet die Stadt Gstaad im Berner Oberland erneut die Rallye Gstaad Classic, die in Zukunft alle zwei Jahre ausgetragen werden soll.
Vier Tage lang wird Gstaad ganz im Glanz des historischen Automobilsports stehen. Ins Leben grufen wurde die Gstaad Classic 2009 vom Unternehmen DSL Organisation, das auf seine jahrelange Erfahrung mit der Ausrichtung solcher Sport-Events bauen kann. Unterstützung erfuhr DSL weiter vom erlesenen Gstaad Automobile Club und Peter Auto als Co-Organisatoren.
Programm Gstaad Classic 2009 - Vier Tage Rallye Action mit millionenschweren Oldtimern
Die gewundenen Bergstraßen rund um den Schweizer Nobelort liefern drei Streckennetze direkt an der Grenze zwischen deutschem und französischsprachigem Landesteil. Insgesamt rund 800 abgesperrte Straßenkilometer - ein in der Schweiz nur selten gewährtes Privileg - eignen sich [...mehr]
Käfer-Cabrio kann ja jeder. Wer aber mit einem Vierzylinderboxer exklusiver unterwegs sein will und sich keinen frühen Porsche 356 leisten kann, greift auf eines der gefragten Hebmüller-Cabriolets zurück. Am 22. und 23. August treffen sich die Anhänger der Seltenheiten in Neuss-Meerbusch.
Den seltenen Kreationen, die keineswegs nur offene Autos beinhalten, huldigt ein markenoffenes Treffen, bei dem aber eben ein Hebmüller-Aufbau obligatorisch ist. Zum Meeting im rheinischen Neuss-Meerbusch erwarten der Organisator Klaus Hebmüller, Enkel des Firmengründers, automobile Raritäten wie wie Tornax-Rex, Opel-Admiral und Opel- Kapitän-Cabriolets, imposante Pullman-Limousinen auf Opel- und Ford-Chassis sowie ein seltenes Hanomag-Cabriolet. Doch auch die VW-Käfer-Fans werden bedient, ein Hebmüller VW-Zweisitzer vom Typ 14A vertritt die Reihe des meistgebauten Fahrzeugs.
Ablauf des Hebmüller Treffens
Gemeinsam mit Ehefrau Christel und den Söhnen Jörg, Axel und Frank ersann Klaus Hebmüller [...mehr]
Wer zwischen 1965 und 1972 ein Fahrzeug der Oberklasse sein eigen nennen wollte, hatte zwischen zwei deutschen Fabrikaten die Wahl: Entweder ein amerikanisch angehauchter Opel der K-A-D-Serie oder die S-Klasse W 108 von Mercedes-Benz.
Der Nachfolger der S-Klasse W 111, auch als „große Heckflosse“ bekannt, wurde 1965 präsentiert. Die viertürige Limousine mit der klar gezeichneten Linienführung konnte sich mit ihrer innovativen Technik sofort auf nationalen wie internationalen Märkten behaupten. So gab es teilweise Einspritzmotoren und Luftfederung im Heck. Als Kurzversion maß der W 110 in den Modellen S und SE 4,90 Meter in der Außenlänge, mit dem längeren Radstand von 2865 mm genau fünf Meter. In den langen Ausführungen gab es sowohl Stahlwendelfedern als auch die komfortable Luftfederung; diese kennzeichnet als W 109 die Modelle 300 SEL, 300 SEL 3.5, 300 SEL 4.5 (US-Version) und 300 SEL 6.3.
Führende Technik bei Mercedes-Benz
Seinen technologischen Führungsanspruch untermauerte Mercedes weiter mit Scheibenbremsen an allen vier einzeln aufgehängten Rädern; beides war zur damaligen Zeit durchaus nicht selbstverständlich. Hinter den mitunter recht durstigem Motoren arbeitete ein weiteres Technikhighlight: Wer manuelle Getriebe für einen Makel der Arbeiterschicht hielt, war mit der Vierstufenautomatik perfekt ausgestattet. Die Konkurrenz musste mit lediglich drei Fahrstufen hinterherbrummen. Auch gab es für die Sechszylindermodelle ab 1969 eine Handschaltung mit fünf Gängen. Das war ebenfalls beileibe nicht alltäglich bei Mercedes Gebrauchtwagen; in den USA gehörte etwa eine manuelle Dreigangschaltung zum Standard.
Luxus und Leder im Mercedes W 108
Der Innenraum entspricht immer noch den Anforderungen an ein Oberklassefahrzeug: Gediegen Verarbeitung und edle Materialien sollen es bitteschön sein. Hier setzte Mercedes eine Benchmark, die heute noch gilt: echtes Holz, attraktive Stoffe und feinstes Leder, lecker abgeschmeckt mit etwas Chrom. Heute glänzen Metalle eher matt, und Holz entpuppt sich oft als Plastik. Das Zweispeichenlenkrad mit ovalem Hupenring verströmt antiken Charm, den filigranen Wählhebel der Kraftübertragung krönt eine schüchterne Kugel. Das Interieur konnte mit “Hasenohr”-Kopfstützen, einem Schiebedach oder einer Klimaanlage nach Wunsch aufgewertet werden.
Funkelnder Stern auf der Rennstrecke
Unter der Haube musste Mercedes abermals die Mitbewerber düpieren und bot daher Einspritzmotoren an. Mit der mechanischen Einspritzung waren sie eher durstig, mit der ablösenden elektronischen Bosch-D-Jetronic spritzig. Letztere läutete wie auch die kleinen Achtzylinder 3.5 und 4.5 das ende der Modellreihe W 108 ein, die von der ersten als solche vermarkteten S-Klasse W 116 beerbt wurde. Dann gab es noch den 300 SEL 6.3, eine sehr frühe Interpretation der Sportlimousine. Der 6,3-Liter-V8 aus dem 600er mit 250 PS und erhabenen 510 Nm Drehmoment drückte den gutsituierten Käufer in 6,5 Sekunden auf 100 und hörte erst bei Tacho 220 auf, Vortrieb zu produzieren. Dieser Wagen darf sich rühmen, im Sportanzug bei Tourenwagen-Rennen und im Rallye-Sport Geschichte gemacht zu haben. Abgesehen von einigen Erfolgen stellte der das esrte Fahrzeug des heute renommierten Tuners AMG dar. [...mehr]












