» Klassiker

Der Buick Regal ersetzte das langjährig etablierten Intermediate Buick Skylark im Modelljahr 1973. Der nur als Colonnade Hardtop erhältliche Coupe avancierte rasch zum Bestseller

Buick Regal Modelljahr 1973 ©flickr / FaceMePLS
Als der Buick Regal 1973 in die Autohäuser kam, hatte sich der Markt schlagartig gewandelt: Die Umschreibung „Colonnade Hardtop“ verschleierte die B-Säule werbewirksam, die aus dem, was einst ein säulenfreies Hardtop Coupe war, ein bei Überschlägen sicheres Auto machte. Dieser neue A-Body war fortan auch bei Chevrolet, Pontiac und Oldsmobile zu finden. Muscle Cars waren auch beim Autohändler auch nicht mehr Zentrum des Interesses, ein komfortables Coupe zur Selbstdarstellung indes schon. Damit war der Buick Regal das Personal Luxury Coupe für all jene, die sich einen Buick Riviera nicht leisten konnten, aber auch keinen „niederen“ Buick Century fahren wollten.    [...mehr]


Was den Deutschen der Ford Taunus, war den Briten der Ford Cortina. Das Mittelklasse-Fahrzeug erfreute sich auf der Insel größter Beliebtheit.


Der Ford Cortina brachte nicht grundlos Unmengen an Kunden in die Autohäuser – das Taunus-Pendant war stets modisch gestylt, bot ansprechende Motoren und überzeugte durch Zuverlässigkeit. Mit dem Ford Cortina Mk1 begann die Erfolgsgeschichte im Jahr 1962, die Karosserie ähnelte im Bereich der Heckflossen und runden Rücklichter dem 1959 Buick, was besonders durch den grünen Seitenstreifen der sportlichen Lotus Cortina betont wurde. Die Vierzylinder-Motoren leisteten zwischen 48 und 106 PS und wurden vorne bereits durch Scheibenbremsen gezähmt.    [...mehr]


Der Morris Minor Traveller machte nach dem Krieg mit typischem Vorkriegsdesign weiter und passte sich mit dem Holzaufbau an die Rohstoffknappheit nach dem Krieg an.

Morris Minor Traveller, hier als Morris Minor 1000 ©flickr / aaronx
Im Morris Minor Traveller vergeht die Zeit langsam, was aber nicht allein dem 0,8-l-Motor des von 1953 bis 1971 gebauten Kombis zuzuschreiben ist. Allein die sofaartige Sitzbank vom Morris Traveller, das antiquierte Fahrwerk mit hinterer Starrachse an Blattfedern und Trommelbremsen rundum sorgen für Gemächlichkeit rundum. Wenngleich ab 1956 „stärkere“ Vierzylinder mit 950 Kubik Einzug hielt, wurde der Kombi mit tragenden Karosserie-Elementen aus Eschenholz nie auch nur annähernd zu Performer für Rennen. Das mit rund 7,2 Litern sehr sparsame Fahrzeug fuhr sich stattdessen in die Herzen junger Familien. Als indirekter Nachfahre gilt der Marina, der den britischen VW Käfer jedoch nicht vollkommen ersetzen konnte.    [...mehr]


Als Chrysler New Yorker wurden beim kleinsten der Big Three bereist seit 1939 besonders luxuriöse und leistungsstarke Modelle bezeichnet. Ersters trifft auch auf die 70er-Jahre-Modelle zu.

Chrysler New Yorker ©flickr / mark.mitchell.brown
Chrysler New Yorker“ war lange Zeit eine der bekanntesten Automobil-Bezeichnungen und wurde mit hoher Qualität und ausgefeilter Mechanik verbunden. Auch die Positionierung auf dem Automarkt stand fest: Das stets als Fullsize-Limousine oder -Coupe angebotene Chrysler-Auto war der oberen Mittelklasse zugehörig und konkurrierte mit Mercury Grand Marquis und Buick Electra um zahlungswillige Käufer. Die jene durch die Ölkrise besonders viel zahlen mussten, hatte die Chrysler Corporation bald herbe Absatzrückgänge zu verzeichnen, was auch am Chrysler Claim „Positively no Junior Editions“ lag.    [...mehr]


Der Morris Marina ersetzte ab 1971 den Morris Oxford Series VID und wurde bald zum Inbegriff schwerer Fehlentscheidungen beim Konzern BLMC.

Morris Marina ©flickr / hha124l
Der Morris Marina wurde von BLMC (British Leyland Motor Corporation) als Konkurrent zu den erfolgreichen Ford Cortina und Vauxhall Cavalier in die Autohäuser gebracht. Dass der Marina technisch bereits bei Einführung völlig veraltet war, wurde sein erstes Problem – er basierte auf dem Morris Minor, der 1948 debütierte. Der spritzige Triumph Dolomite spendierte das Getriebe. Optisch war der Morris Marina jedoch voll auf Höhe der Zeit, er ähnelte als viertürige Limousine dem Chrysler 180 und dem späten C-Kadett. Vom Morris Marina gab es zudem zweitürige Lieferwagen und Pick Up-Trucks, ebenso einen Kombi und ein Schrägheck-Version. Mietwagen-Firmen waren häufige Kunden, doch brachten sie dem Marina nie den Ruf des begehrenswerten Autos, eher das Gegenteil.    [...mehr]


Wer das Ford Elite Coupe in den 70ern erwarb, erhielt einen echten Elitepartner: Das Personal Luxury Coupe war aufs angenehmste hin ausgestattet und trotzdem recht günstig.

Ford Elite von 1976 ©flickr / mark.mitchell.brown
Der Ford Elite war ein Schuss aus der Hüfte, eine fixe Reaktion: Die FoMoCo hatte zwar mit dem Ford Thunderbird bereits ein Personal Luxury Coupe im Portfolio, doch zogen Chevrolet Monte Carlo und Pontiac Grand Prix derart viele Kunden an, dass der banale Midsize Ford Torino für den Elite herhalten musste. Dem Elite Coupe – und nur in dieser Form erhältlich - wurde eine neue Front mit Einzelscheinwerfern und andere Opera Windows in der C-Säule verpasst. Der Ford Elite verschleierte seine unedle Herkunft im ersten Modelljahr 1974 nicht einmal, komplett hieß das Modell „Gran Torino Elite“.    [...mehr]


Im Jaguar XJS konnten alternde Playboys Bikinimädchen reihenweise betören. Andere nutzen das Jaguar Coupe dazu, am Rennsport teilzunehmen.

Jaguar XJS ©flickr / Dr. Keats
Der Jaguar XJS V12 hatte dieselben Tugenden wie ein Eton-Absolvent: Das Jaguar XJS Coupe war geschwind, überzeugte mit guter Straßenlage und zeigte feinen Sportsgeist. Laut werden? Also bitte. Doch waren die Brennräume im Dutzend jene Jaguar XJS-Parts, die den Besitzer in Zeiten der Ölkrise – und auch sonst – in den Wahnsinn treiben konnten: Der Jaguar V12 Motor mit 5,3 l Hubraum und 287 PS soff wie ein Cockney kurz vor der Sperrstunde – 30 Liter waren kein Problem. Shocking: die breiten C-Säulen sorgten gar dafür, dass frühe Jaguar XJS die deutsche Zulassung nur per Einzelabnahme beim TÜV bekamen.    [...mehr]


Als der Oldsmobile Toronado 1966 bei seinem Erscheinen für Aufsehen sorgte, lag das weniger an der schmissigen Optik, sondern an der Technik Antrieb: Der Big Block V8 war hier mit einem Frontantrieb gekoppelt.


Dem Oldsmobile Toronado verhalf diese Auslegung zu guter Straßenlage und recht ordentlicher Traktion – obwohl der starke 385 PS und 644 Nm starke Siebenliter-Motor die Vorderreifen recht schnell abpellte. Das über 2 Tonnen schwere Oldsmobile Coupe beschleunigte damit in knapp 8 Sekunden auf 100 km/h, durcheilte die Viertelmeile in 16,4 Sekunden und kam auf die damals äußerst beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Als im Jahr 1968 Oldsmobile dem Toronado einen 455 cui V8 mit 400 PS und bis 691 Nm einpflanzte, der in ähnlicher Form auch den heckgetriebenen Oldmobile 442 befeuerte, führte dies beim kuscheligen wie avantgardistisch mit Walzentacho versehenen Personal Luxury Coupe zu noch besseren Werten.    [...mehr]


Als der Lagonda Aston Martin im Jahr 1978 einige dynamisch orientierte Limousinen-Käufer in die Autohäuser bringen sollte, reagierten diese verschreckt: War der Aston Martin Lagonda wirklich zum Fahren gedacht?

Aston Martin Lagonda S3 ©flickr / liftarn
Der Aston Martin Lagonda konnte tatsächlich und auch schnell fahren; sein 5.3 V8 aus dem Sportwagen Aston Martin V8 leistete je nach Fertigungsjahr rund 300 PS, und schaffte die Limousine mit Automatik und über 2 t Leergewicht auf 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Preislich lag der Lagonda, dessen Name sich von einer von Firmenchef David Brown aufgekauften und verblichen Luxusmarke her ableitet, auf dem Niveau vom Rolls Royce Silver Spirit. Der Bentley Mulsanne Turbo R war in den späten 80ern günstiger und – sportlicher, wie ein Test von 1988 belegt.    [...mehr]


Tatsächlich sollte der Pontiac Grand Prix bei seiner Einführung auf den Automarkt die Entwicklung vom Personal Luxury Coupe und später sogar den Niedergang vom Muscle Car forcieren.

Pontiac Grand Prix vom Modelljahr 1972 ©flickr / Benoît Derrier
Als der Grand Prix Pontiac 1962 neue Kunden in die Autohäuser locken sollte, war das Konzept ähnlich wie vom Ford Thunderbird: So groß wie ein Fullsize, doch optisch nicht direkt an den Pontiac Bonneville angelehnt und – essentiell wichtig: die reichhaltige Ausstattung, garniert mit kräftigen V8-Motoren. Der 1969 Pontiac Grand Prix machte jedoch Schluss mit den dicken Fullsizes, behielt aber den gewaltigen Pontiac Motor unter der gut 2 m langen Haube – einen 428 cui Big Block mit bis zu sagenhaften 390 PS. Dieses Downsizing auf Midsize-Niveau verdreifachte den Absatz der Autohändler und war gleichzeitig ein Vorgeschmack auf die späten 70er Jahre.    [...mehr]


Seite 2 von 12«12345»...Ende »