» Klassiker

Ihre Namen klingen nach Kraft. Egal ob Camaro, Nomad oder Chevelle, man hört förmlich schon das Brüllen des V8 und spürt den Benzingeruch in der Nase. Muscle-Cars sind der Inbegriff amerikanische Automobilkultur.

Und der 1970er Chevrolet Chevelle 454 SS ist ein solches Kraftpaket in Reinkultur.

Chevrolet Chevelle 454 SS © flickr / dave_7

Typisch für Muscle-Cars ist der Chevelle eigentlich die “Sparversion” des Chevrolet Malibu, kleiner leichter, günstiger. Dennoch ist er mit einem getunten Big-Block-Motor ausgerüstet, der sonst zwei Tonnen schwere Familienlimousinen antreibt. Ergänzt mit einem straffen Fahrwerk, Scheibenbremsen, Doppelrohrauspuff, schwarzem Interieur und  Rallystreifen kann es der Chevelle problemlos mit dem Pontiac GTO und Dodge Charger aufnehmen.

Zudem hat der SS 454 hin und wieder das Glück gehabt, unter seiner Haube die legendäre LS6-Maschine zu beherbergen. Dieses Aggregat, welches aus Versicherungsgründung nicht in der offiziellen Orderliste stand und demnach nur unter dem Ladentisch zu haben war, leistet noch einmal gute 90 PS mehr als der “normale” 454-Cui-V8 mit 7,4 Litern und 360 PS. Maximal 450 PS brachte der Chevelle so auf die Straße.

Chevrolet Chevelle 454 SS © flickr / dave_7

So viel Kraft braucht viel Atem. Am Ende der Motorhaube sorgt eine “Coal Induction” für die nötige Sauerstoffzufuhr. Bei hören Geschwindigkeiten presst die Luftströmung die Frischluft entgegen der Fahrtrichtung in den Luftfilter. Der “Super Sport” hat so viel Kraft, dass die Hinterräder selbst bei 50 km/h noch durchdrehen.

In 5,4 Sekunden bringt er es aus dem Stand auf 100 km/h, wenn der Fahrer es dann schafft, den Druck auf die Straße zu bringen. Bei einem Drehmoment von 750 Nm bei 3.600 Umdrehungen ist dies bei diesem Klassiker keine leichte Aufgabe.    [...mehr]


Dieser Jaguar ist unverwechselbar. Seit 1961 gibt es den Sportwagen mit der langen Schnauze und nicht nur Romanheld Jerry Cotton war ihm von Anfang an verfallen.

Am 15. März 1961 durfte ihn die Autowelt auf dem Genfer Autosalon das erste mal bestaunen. Der Straßenabkömmling des Rennwagens Jaguar D-Type kam mit einem Sechszylinder mit 3781 cm³ und 269 PS daher.

Jaguar E-Type © flickr / Darren Copley

Das Design  von Malcolm Sayer war so aufregend und zweideutig, dass der E-Type vielleicht nicht ganz zu unrecht als Potenz-Karre karikiert wurde. Phallussymbol hin oder her, dieses Cabrio ist eine Legende.

Den ersten Prototypen gab es bereits 1958, doch erst 1961 kam er dann wirklich, der E-Type.
Mit einem maximalen Drehmoment von 352 Nm bei 5500 Umdrehungen die Minute schaffte er den Sprint von 0 auf 100 km/h in ca. 7 Sekunden.

1963 kam der E-Type als “Lightweiht” mit einer Aluminiumkarosserie daher und 1964 folgte eine  4,2-Liter-Version des Jaguars.

Bis 1966 sollte es dauern, bis der Jaguar mit der unverschämt langen Schnauze auch als Coupé erhältlich war.

1971 erfolgte dann noch einmal eine Leistungssteigerung. Ein V12 mit 5,3 Litern Hubraum versorgte den E-Type V12 nun mit 275 PS. Dieser Bezinschlucker hatte es aber während der Ölkrise in den 70ern sehr schwer. 1974 stellte Jaguar schließlich die Produktion des E-Types ein.    [...mehr]


Die amerikanischen Muscle-Cars sind Legenden, der Sound eines V8 ist unvergleichlich. Ob Pontiac GTO, Chevy Impala oder der Dodge Charger, sie sind der Inbegriff amerikanischer Automobil-Kultur.

Daher verwundert es kaum, dass in den letzten Jahren viele dieser alten Boliden ein Revival im Retro-Stil erlebt haben. Auch vom Dodge Charger gibt es mittlerweile ein neues Modell, welches unverkennbar die Züge des Klassikers von 1966 trägt.

Dodge Charger © flickr / Dr. Keats

Bereits 1964 stellte Dodge das erste Konzept ihres “Coupés” vor. Erst 1966 kam nach mehreren Kleinserien der Dodge Charger als Großserie auf den Mark und dies ganz der Zielgruppe entsprechend ausschließlich mit V8-Motorisierung.

Amerikanische Muscle-Cars waren vornehmlich auf ein junges Publikum konzipiert. Die große Motorisierung, das sportliche Design und der relativ geringe Preis im Vergleich zur Limousine sollten vor allem junge Käufer ansprechen. Der Charger bildete da keine Ausnahme.

Bereits 1968 überarbeitete Dodge die Modellreihe und brachte einen neuen, noch schnittigeren Charger auf den Markt. 1970 folgte dann die nächste Generation. Mit den neuen, strengeren Emissionsgesetzen in den USA brach so langsam in den Jahren ab 1974 das Ende der Muscle-Car-Ära an.    [...mehr]


Heutige Sportwagen wirken so sicher wie noch nie. Überrollbügel, Karbon-Karosserie, Sicherheitskleidung und was nicht noch alles sorgen dafür, dass der Fahrer beinahe ein Maximum an Sicherheit zur Verfügung hat. Vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Die Renn- beziehungsweise Sportwagen aus der Anfangszeit der Automobilbranche glichen eher rollenden Motoren mit aufgeschraubten Sitzen. Der Fahrer saß offen im Wind, wusste oft nicht, wo er seine Beine lassen sollte und hatte meist den Schalthebel irgendwo zu sitzen, wo es besonders weh tut.

Buick © flickr / Peter.Hamer

Kein Vergleich mit dem Komfort der heutigen Tage. Dennoch umgibt diese Boliden ein unnachahmliches Flair, selbst, wenn man sie vor der Fahrt noch mit der Handkurbel starten musste, oder vielleicht gerade deswegen.

Der Motor rasselt, die Ventile klappern, der Fahrer erlebt das Fahrzeug als Maschine viel intensiver, als es der Formel-1-Pilot in seinem schnurrenden Boliden jemals könnte.

Der  Autobauer Buick hat seit seiner Gründung 1904 die amerikanische Autowelt geprägt.
Bereits 1907 brachte Buick seinen ersten Roadster und 1908 den Speedster auf den Markt.

Auch dieses Modell war schon mehr Motor als Fahrzeug. Zwei Sitze, vier Räder und ein bisschen Verkleidung, mehr war es nicht, was Buick um den Motor “herum” konstruierte.  In den späteren Modellserien glichen sich die Speedster immer mehr jener Torpedoform an, die wir heute mit klassischen Rennen aus der Vorkriegszeit verbinden, und dies war nicht nur bei Buick der Fall. Aber dennoch kam auch später nicht viel an Komfort hinzu.

Gewichtsoptimierung war auch hier schon das Maß aller Dinge. 1930 produzierten die Amerikaner ihren Speedster bereits mit kompletter Aluminium-Karosserie. Ausgestattet war dieses Model mit einem 6-Zylindermotor, 2 Vergasern, Trommelbremsen und einem Vier-Gang-Getriebe.

Leider sind diese Fahrzeuge inzwischen sehr selten geworden, und man muss sich glücklich schätzen, wenn man einen davon auf der Straße sieht.

Sie sind fast schon zu schade zum fahren, aber nur fast.    [...mehr]


Seit 1921 ist die italienische Firma Bertone eine feste Größe im Karosseriedesign. Die Entwürfe der Bertone-Familie machten viele Wagen unvergleichlich. Auch bei Alfa Romeo prägten sie ganze Baureihen.

Der 1750er GT war seinerzeit der Traumwagen Vieler. Hervorgegangen war diese Serie aus dem Giulia Sprint von 1962. Bereits1963 brachte Alfa Romeo ein zweitüriges Sportcoupé des Giulia Sprints auf den Markt.

Alfa Romeo 1600 GT © flickr / marco annunziata

Das Design stammte von Giorgio Giugiaro, dem damaligen Chefdesigner von Bertone. Umgangssprachlich hießen die Giulia Sprints oft nur “Alfa GT” oder “Bertone”. Bei den späteren Serien wurde Der Name dann tatsächlich auf das “GT” zusammengestrichen.

Die 1750-Motorisierung wurde erstmalig 1967 zusammen mit einem Facelift unter dem Namen “Alfa Romeo 1750 GT Veloce” angeboten. 1971 erschien dann noch eine 2000er Variante bevor die Serie dann 1976 auslief. Bis dato wurden  225.215 Stück der GT-Baureihe produziert.

Serienmäßig gab es den GT mit einem Fünfganggetriebe. Mit seinen 114 PS in der Grundversion brachte es der 1750er bei einem Drehmoment von 186 Nm auf 2.900 Umdrehungen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h. Für den Sprint von 0 auf 100 brauchte der Bertone für damalige Verhältnisse kurze 10 Sekunden.

Alfa Romeo GT Junior © flickr / Niblem

Wer heute noch einen gut erhaltenen 1750er  erstehen will, muss tief in die Tasche gereifen, denn der “Bertone” ist nach wie vor sehr beliebt.

Eben ein echer Klassiker.    [...mehr]


Ähnlich wie beim VW Käfer besitzt der BMW 02 noch eine große Anhängerschaft, die den Kult zum Auto noch mit regelmäßigen Treffen pflegen. Tiefe Zuneigung verbindet die Fans zum BMW 02, der einst die Mittelklasse neu erobern sollte.

BMW 02 flickr ©steve_lodefink

BMW 02 flickr ©steve_lodefink

Während momentan in Detroit auf der Autoshow neue Modelle wie der „VW Roadstar Concept Blue“ gefeiert werden, zieht es uns wieder zurück in die Vergangenheit. Trotz der zahlreichen technischen Neuerung umweht den BMW 02 jener Hauch von Nostalgie, die eine Oldtimer-Liebe so reizvoll macht.

Ursprünglich sollte die Reihe 114 heißen, aber recht schnell fand den Bezeichnung BMW 02 den Zugang in das Gedächtnis der Menschen. Sie sollte für BMW das untere Segment in der Mittelklasse füllen, welches für BMW bislang nicht wirklich zu erreichen war. Der Erfolg der BMW 02-Reihe war aber derart durchschlagend, dass selbst die optimistischsten Aussagen noch übertroffen wurden. Das Auto wurde selbst nach dem Ende der Produktion (1966-1977) zum Kult, zum Liebhaberstück.    [...mehr]


Ob heute noch jemand Volvo kennen würde, wenn damals der Volvo Amazon ein so durchschlagender Erfolg gewesen wäre? Kaum vorstellbar, denn als der Amazon in Serie ging, war die Autoproduktion in Schweden noch ein schwarzer Punkt auf der Landkarte gewesen. Zwar gab es in den 40er Jahren schon einen durchschlagenden Erfolg mit dem PV 444, aber mit dem Amazon gelang der endgültige Durchbruch. So kann man getrost den Erfolg des Autos als Beginn der Volvo-Ära betrachten.

Volvo Amazon ©wblogs

Volvo Amazon ©wblogs

Etwas mehr als 50 Jahre ist es jetzt her, seit der Volvo Amazon die große europäische Bühne betrat, allerdings im Ausland unter der Bezeichnung 121 und 122. Seine eigenwillige, aber einzigartige Form brachte dem Amazon schnell eine Welle der Anerkennung entgegen, insbesondere seit er auf einer Autoshow in London einem größeren Publikum vorgestellt wurde. Die zeitgemäße Karosserie im Ponton-Stil mit sportlichen Komponenten sowie schlichten Rundscheinwerfern verliehen dem Volvo ein markantes Äußeres mit hohem Wiedererkennungswert.

Bei der Motorenleistung leistete man bei Volvo am Anfang nichts Ungewöhnliches, gab es den Amazon zunächst nur mit einem 60-PS-Vierzylinder, erst später kamen Varianten mit 80 oder 100 PS hinzu.

Größter Vorteil war seine hohe Sicherheit und Stabilität, so existieren noch heute zahlreiche Volvos dieser Baureihe als Oldtimer auf den Straßen. Ungewöhnlich war zudem, dass mehr als 60 Prozent aller Fahrzeuge ins Ausland verkauft wurde – sicherlich auch ein Qualitätskriterium.    [...mehr]


Der Barkas im Osten ist so bekannt wie der Trabbi. Es ist ein Kleintransporter, der in Sachsen gefertigt wurde und auch vom Militär gekauft wurde.

Gefertigt wurde der Barkas in der früheren Karl-Marx-Stadt, Chemnitz. Ursprünglich wurde der Betrieb 1923 von Jorgen Rasmussen in Sachsen gegründet. Nach dem Krieg wurde aus dem DKW-Zulieferer-Werk der VEB Barkas-Werke Hainichen. Damit war der erste Barkas geboren: Der V901 im Jahre 1957.

Barkas B 1000
… und als Militärfahrzeuge wurde die Barkas genutzt.

1961 wurde der Barkas B1000 schließlich gefertigt - der klassische Ost-Transporter. Der Barkas war ein sogenannter “Schnelltransporter” mit einem Wartburg-Motor mit erst 900 Kubik und 43 PS Leistung. Im Laufe der Entwicklung entstand ein Motor mit 1.000 Kubik und mit 46 PS. Die Leistung des Motors wurde auf die Vorderräder übertragen.

In verschiedenen Variationen war der Barkas zu haben und seine Spitzengeschwindigkeit verblieb immer bei 100 Stundenkilometer. Außerdem wurde der Barkas als Krankenwagen, Polizei- und Militärfahrzeug genutzt.

Vor allem seine Robustheit begründete die Beliebtheit des Barkas und nach der Wende wurde das Auto zu einem begehrten Sammlerstück. Zur Entwicklungszeit war das Auto auf dem technischen Stand der Zeit und war mit dem VW-Modell vergleichbar.

Zu dieser Zeit wurde das Werk komplett erneuert und im Auftrag der Treuhand geschlossen.    [...mehr]


Es ist der italienische Käfer, der im Auftrag von VW produziert wurde und in den 1950er und 1960er das Straßenbild in Italien und Deutschland prägte.

Der VW Karmann-Ghia wurde in Osnabrück zwischen 1955 und 1974 produziert. Dabei unterschied sich das Auto nur vom Design zum VW-Käfer - dem Erfolgsmodell.

karmann-ghia
Der Karmann-Ghia Typ 14 erfreut sich einer großen Fangemeinde

Das Design war ein italienisches Erfolgsmodell. Entworfen wurde der Wagen von Felice Mario Boano und dessen Sohn Gian Paolo in Turin auf der Grundlage eines Prototyps für Chrysler. Zudem mischte noch die Firma Ghia mit am Design - daher auch der Name. Es sollte den Touch eines Sportwagens haben. So wurde das Auto “Hausfrauen-Ferrari” benannt.

Insgesamt wurden rund 443.000 Autos verkauft - mitgerechnet sind auch die 81.000 Cabriolets. Der Motor hatte eine Leistung von 30 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h. Der damalige Preis war mit 7.5oo DM ein echter Renner. Schon ein Jahr nach dem Produktionsstart waren 10.000 Stück verkauft.

In der Zwischenzeit ist der Karmann-Ghia Typ 14 zu einem Kult- oder Nostalgieobjekt geworden, dass eine große Fangemeinde hat. Außerdem werden in letzter Zeit immer wieder Nachbauten erstellt und verkauft.




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Mit diesem Auto fahren die Mafiosi gleichermaßen wie die Abgeordneten in den Hollywood-Streifen vor. Er ist ein Zeichen von Macht und Geld.

Lincoln produziert diesen Wagen mit dem fast trivial erscheinenden Titel: Town Car. Doch der Wagen steht für viele Dollars und Luxus. Denn Town Car war ursprünglich mal die teure und exklusive Version des Lincoln  Continental. Auf Grund der hohen Beliebtheit wurde das Auto als eigenständiges Modell produziert - einen zeitlosen Klassiker.

Es ist die Vorzeigemarke des Ford-Konzerns. Das Limousinendesign mit einem langgestreckten Haube und der groben, aber eleganten Linienführung sind die Erkennungszeichen des Viertürers. Der ärgste Konkurrent auf diesem Gebiet ist traditioneller Weise der Cadillac.

Lincoln Town Car
Das Design blieb bei allen Generationen des Lincoln Town Car ähnlich

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