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Bei amerikanischen Geländewagen-Ikonen denken die meisten an den Jeep, egal ob Willis oder Wrangler, und den Hummer. Der Chevy Blazer kommt, da hierzulande recht unbekannt, kaum einem in den Sinn.

Chevy Blazer entkräftet die Mär der zu kleinen Parklücken ©flickr / joe_no_say
Der Cheyv Blazer betrat im Modelljahr 1969 den amerikanischen Automarkt. Seine Konkurrenten waren der ICH Scout und der Ford Bronco, die ihrerseits dem CJ Jeep einige Kunden abjagen wollten. Im Gegensatz zu diesen dreien war der Chevrolet Blazer kein kurzer Dünenkrabbler, sondern ein echtes Fullsize-Fahrzeug. Kein Wunder, wurde doch aus Kostengründen der ebensogroße Chevrolet K-Pickup als Basis gewählt. Rahmen und Ladefläche etwas gekürzt, avancierte der K5 Blazer zum Publikumsliebling und verkaufte sich bereits 1970 besser als Scout und Bronco. War im Einführungsjahr nur die Allrad-Version mit Starrachsen verfügbar, ergänzte ein Jahr darauf ein Hecktriebler mit vorderer Einzelradaufhängung das Programm.    [...mehr]


Der Ford Scorpio hatte mit seinem Vorgänger, dem beliebten Ford Granada mit Ausnahme auf den Heckantrieb nicht viel gemein. Das war der wesentliche Fehler vom Ford Youngtimer.

Ford Scorpio - Fließheck des Grauens ©Wikipedia / Thomas doerfer

Der Ford Scorpio hatte die unrühmliche Aufgabe, sich ab 1985 als Granada-Nachfolger am von Uwe Bahnsen geprägte Ford Design mit Fließheck und große Glasfläche einzubringen. So rollte eine große Fließheck-Limosine in die Showrooms der Ford Händler und erfuhr dort wenig Beachtung. Letzteres hatte im Wesentlichen zwei Gründe: Wer ein großes Autos der gehobenen Mittelklasse wollte, griff bei traditionell bei Mercedes und BMW, neuerdings auch bei Audi zu. Lieder war der typische Fordkunde eher konservativ eingestellt und mit dem Granada Stufenheck sehr zufrieden. Gerade dies ließ der Ford Youngtimer Scorpio zunächst missen – dummerweise auch den Kombi.    [...mehr]


Als der Wartburg 311 im Jahr 1956 debütierte, entsprach der Mittelklasse-Wagen gängigen Vorstellungen von Design und Ausstattung. Speziell das elegante Wartburg 311 Coupe  wusste zu begeistern.


Dass der Wartburg 311 eine stinkende, blaue Fahne hinter sich herzog, war den Gegebenheiten der Zeit  geschuldet. Zweitakter waren damals – den Vorkriegserrungenschaften von DKW sei Dank – in Ost und West gleichermaßen vertreten, doch modern waren sie angesichts der Viertaktmotoren in VW Käfer, Opel Kadett und Mini beileibe nicht mehr. Andererseits hielt die recht anspruchslose Technik Einzug in Wartburg 311 Coupe, Kombi und Limousine, da sie ohnehin da war und obendrein einfach instandzuhalten. Als erheblich moderner erwies sich der Frontantrieb, der wie beim Citroen DS als fortschrittlich galt und auch fortan in allen DDR-Autos mit Ausnahme des großen Sachsenring P240 zu finden war.    [...mehr]


Der Volvo 480 war ein ganz unmögliches Fahrzeug – es brach mit allen Volvo Autos, die bis dato vom Band gelaufen waren.

Volvo 480 ES ©Volvo Car Corporation
Dabei sollte der Volvo 480 ES den Fortschritt in das konservativ konstruierte Modellprogramm bringen. Der sollte sich in Frontantrieb und Quermotor zeigen – was den Fans damaliger Volvo Autos hinten an der angetrieben Starrachse vorbeiging. Wer nicht wusste, dass da gerade ein 480 ES an einem vorbeigefahren war, konnte den gerade einmal 132 cm hohen 480 leicht für einen Honda Civic Aerodeck halten – die sportlich herunter gezogene Front ließ kaum Platz für den Pfeil zwischen den Scheinwerfern. Daher wurde das Volvo-Logo in den Grill unter die Stoßstange verlegt, wo es allerdings kaum sichtbar war.    [...mehr]


Wer einen Rover P5 fuhr, hatte es geschafft. Wenn es ein P5B mit Rover V8 war, setzten sich selbst die blaublütigtsen Halter ans Steuer.

Rover V8 im P5B ©flickr / ahisgett
Dass der ab 1958 gebaute Rover P5 als Rolls Royce des kleinen Mannes galt, war kein Fehler: Der Wagen der oberen Mittelklasse verkaufte sich anständig und hatte mit dem großen, rechteckig ausgeformten Grill tatsächlich gewisse Ähnlichkeit zum „Best Car of the World“. Dass die Seitenlinie eher aussah wie beim Volvo Amazon, tat nichts zur Sache. Für Vortrieb sorgte in den ersten drei Serien ein gusseiserner Dreiliter-Reihensechser mit 130 bis 136 PS. Wenn überdies die Frage nach dem ersten Coupe mit vier Türen aufkommt, muss die Antwort nicht unbedingt Mercedes CLS lauten: Der Rover P5 Serie II war als Limousine wie auch als Coupe mit niedrigerem Dach und schmaleren B-Säulen lieferbar. Das gab es auch in der letzten Version, dem Rover P5B mit dem Rover V8-Motor.    [...mehr]


Eigentlich sollte der K70 VW nur ergänzend beistehen, nicht aber bestehende Modelle übertrumpfen. Das fiel dem jetzt raren VW Oldtimer leicht.

VW K70 - frühes Modell mit Doppelscheinwerfern ©Wikipedia / Charles01
Dass der VW K70 den ganzen rückständigen Vorkriegskrempel der Wolfsburger düpierte – geschenkt, der starrsinnige Volkswagen-Chef Nordhoff wollte es ja nicht anders. Allerdings war der K70 keine VW-Entwicklung, sondern entstammte den weit kreativeren Köpfen der jüngst aufgekauften NSU. Das half dem VW Oldtimer wenig, bei den neuen Besitzern Punkte zu sammeln, war der wassergekühlte Quermotor mit Frontantrieb nebst wirksamer Heizung doch zukunftsweisend, ganz im Gegenteil zum luftgekühltem Heckboxer. Ursprünglich sollte der K70 1969 auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert werden, was dann aber abgesagt wurde, um dem Audi 100 nicht in die Parade zu fahren.    [...mehr]


Es gibt zwei typische Einstiegs-US-Oldtimer, beides Chevrolet Pkw: Einer ist der 2nd Gen Chevy Camaro, der andere der Downsizing Chevrolet Caprice.

Chevrolet Caprice Coupe ©flickr / MGSpiller

Der Chevrolet Caprice ist bekannter als mancher glaubt – immerhin stellten er und sein günstigerer Bruder Impala in den 80ern und 90ern das Gros aller Polizeiautos in Filmen, seien es nun Streifenwagen oder Zivilfahrzeuge. Wie in eben diesen Werken deutlich wird, ist der Chevrolet Pkw trotz V8 und oft qualmenden Reifen kein Performer – allein das eher weiche Fahrwerk mit hinterer Starrachse an Schraubenfedern verhindert einen mögliche Sportwagen-Karriere, auch wenn unter die große Motorhaube erheblich stärkere Triebwerke passen als der serienmäßige Chevy-Small Block. Sogar einen Dieselmotor gab es, der allerdings kaum Freunde fand.    [...mehr]


Der Dodge Polara erblickte erstmals 1960 das Licht der Autohäuser. Recht bald erfreute sich der große Dodge Pkw ebensolcher Beliebtheit.

Dodge Polara Cabrio von 1965 ©flickr / Rex Gray
Der Dodge Polara war Zeit seines Lebens nicht unbedingt Muscle Car oder Sportwagen – auch wenn speziell die mittelgroßen Vertreter der Baureihe, die von 1962 bis 64 mit dem 413 Wedge sich als ernstzunehmende Gegner auf den Nascar-Ovalen erwiesen. In der nachfolgenden Generation von 1965 bis 68 war der Dodge Pkw wieder auf echte Fullsize-Größe gewachsen und somit tendenziell mehr auf Komfort und Langzeitqualität getrimmt denn auf Agilität und Beschleunigung. Dies hießt aber nicht, dass der Polara an der Ampel ein Verkehrshindernis darstellte: mit dem 383 cui Big Block ging es durchaus flott voran, wenngleich der kleiner 318 cui V8 die gefragtere Version darstellte.    [...mehr]


Wer in den 80ern einen großen Italiener klassischer Prägung fahren wollte, wurde mit dem Alfa 6 ideal bedient. Stets mit an Bord der Benzin-Versionen war der kraftvolle Alfa V6.

Alfa 6 der ersten Serie ©Wikipedia / Charles01
Ja, der größere Bruder der Alfetta-Limousine hatte den Alfa V6 – und zwar nur den. Das Transaxle-Getriebe hatte er jedoch nicht, die angetriebene De-Dion-Hinterachse schon. Mit 2,5 l Hubraum verhalf das Treibwerk dem 476 cm langen und 169 cm breiten Viertürer der oberen Mittelklasse zu standesgemäßen Fahrleistungen. Kernige 158 PS und 224 Nm lagen an, das Gemisch lieferten sechs einzelnen Dell’Orto Vergaser. Optisch war der Alfa 6 mit seinem sehr langen Hecküberhang gegen die Konkurrenz in Form des Mercedes 280 und BMW 528i etwas ins Hintertreffen geraten. Auch die 14-Zoll-Räder des in Italien „Alfone“ genannten Alfa 6 waren bei seiner Vorstellung im Jahr 1979 nicht mehr zeitgemäß.    [...mehr]


Wer damals wie heute einen Volvo 245 fährt, tut das meist aus Platzgründen. Denn Raum für einen ausgiebigen Ikea-Einkauf oder einen mit der Stoßstange gewilderten Elch liefert der Volvo Kombi mehr als genug.

Volvo 245 ©flickr / zenity79
Einen Volvo Kombi zu bauen, war für die Schweden im Gegensatz zu Mercedes oder Audi nie ein Problem. Das beweisen sie mit dem 544 Kombi, dem der Amazon Kombi und schließlich der Volvo 145 folgten. Der Volvo 245 löste letzteren im Jahr 1974 ab, aber übernahm eine schrullige Sparmaßnahe seines Vorgängers: Wie beim Volvo Oldtimer 145 entstammen die hinteren Türen dem jeweiligen Limousinen-Modell 144 bzw. 244. Die Zahl „245“ setzt sich aus der Serie 200, vier Zylindern und 5 Türen zusammen – im Jahr 1984 schufen die Schweden Ordnung und benannten alle Modelle schlicht „Volvo 240“.    [...mehr]


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