» Cabrios

Vom 3. Februar bis 4. März präsentiert das Berliner Automobil Forum Unter den Linden erstmals Cabrio-Legenden des Konzerns aus sieben Dekaden. Offene VW Oldtimer und aktuelle Neuwagen zeigen, wie sich das Fahren unter freiem Himmel demokratisierte.

VW 1500 Cabrio-Prototyp ©Volkswagen AG
Die VW Oldtimer stammen aus den Kollektionen von Volkswagen Classic und der Stiftung AutoMuseum Volkswagen. Um die Exponate verschiedener Epochen leichter vergleichen zu können, um hinter ihr Design zu kommen, ein Gefühl für ihre Gestaltung zu geben, hat eine Abordnung der Volkswagen Designer die Cabrios von damals und jetzt extra neu gezeichnet. Ein ähnliche Bandbreite erstklassiger Volkswagen Designskizzen gab es bisher nie in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen.    [...mehr]


Als reines Spaßmobil weist der Siata Spring mit dem US-Amerikanischen Springbreak tatsächlich eine wesentliche Gemeinsamkeit auf. Für eine Horde feierwütiger Studenten ist der Roadster allerdings deutlich zu klein.

Broschüre zum Siata Spring ©flickr / Hugo90
Mit dem Spring änderte das 1926 in Turin gegründete Unternehmen Siata im Jahr 1967 seine Modellpolitik: Den modernen Coupe- und Roadster-Entwürfen folgte mit dem Modell Siata Spring ein kleiner Flitzer mit Platz für zwei Personen in Retro-Optik. Der offene Wagen bediente sich Stilelementen der 30er-Jahre, orientierte sich gestalterisch aber an keinem konkreten Vorbild. Der große, verchromten Kühlergrill erinnert an Rolls Royce und Bentley, während die flachen Türen britischen Roadstern wie dem MG A oder dem Triumph Gloria Southern Cross nachempfunden zu sein scheinen.    [...mehr]


Stichtag 23. Juli 1941: Der kleine amerikanische Automobilbauer Willys-Overland wird an diesem Tag von der US Army offiziell mit der Fertigung von 16.000 „Willys MB“ beauftragt, gemeinhin bekannt als Jeep.

Willys MB ©Fiat Group Automobiles Germany AG
Der Jeep-Legende voraus ging die Ausschreibung für ein leichtes, wendiges und solides Militärfahrzeug. Aus den 16.000 Exemplaren des Willys MB sollten nicht nur 250.000 und ein befreites Europa werden, der Vertrag ist zugleich der Startschuss für eine ganzen Fahrzeuggattung und der Marke Jeep. Bereits 1938 hatte die US Army 135 Fahrzeughersteller nach einem vierrädrigen Ersatz für die bisher genutzten Kurier-Motorräder mit Seitenwagen und Ford Model T angefragt. Leicht und agil sollte das Gefährt sein, robust und zuverlässig, mit Allradantrieb plus Geländeuntersetzung versehen und 250 Kilogramm Nutzlast befördern können. Binnen 49 Tagen waren Konstruktionspläne und ein erster Prototyp abzuliefern, weitere 26 Tage später 70 Testfahrzeuge.    [...mehr]


Das einzigartige Verkaufsmerkmal beim BMW Z1 waren die Türen. Kein anderes BMW Cabrio davor oder danach ließ sich so lässig besteigen.

BMW Z1 mit heruntergelassenen Türen ©flickr / stephenhanafin
Als der BMW Z1 im Jahr 1987 auf der IAA präsentiert wurde, polarisierte er sofort: Manche schätzten den Roadster für seine fortschrittliche Technik, andere störten sich an der Kunststoffkarosserie, die über dem verzinkten Stahlchassis saß. Einig waren sich jedoch alle darin, dass es mit Ausnahme einiger alter britischer Roadster vom Schlage eines Triumph TR3 nicht ansatzweise die Möglichkeit gab, im Auto derart viel Frischluft abzubekommen: Es war von den Behörden ausdrücklich erlaubt, das BMW Cabrio mit geöffneten Türen zu fahren – und die wurden nach unten in die Schweller versenkt.    [...mehr]


Von der Insel kommen neben mitunter skurrilen Gerichten durchaus automobile Schmankerl wie der Mini Moke. Er straft jene lügen, die glauben, der erste offene Mini stamme von BMW Mini.

Der Mini Moke ist kein Geländewagen par excellence ©flickr / martin Pettitt
Mit dem Mini Moke wollte die British Motor Company im Jahr 1964 der heimischen Armee eine leichte Alternative zu den recht trinkfesten Jeeps amerikanischer Herkunft bieten. Doch wer sich den schwer modifizierten Austin Mini ansieht, ahnt, dass das nicht klappen konnte: Dem Moke, einem altmodischen Wort für Esel, fehlte es an Zuladung, Bodenfreiheit und ausreichend großen Rädern. Doch BMC machte das Beste draus und verkaufte das Mini Cabrio erfolgreich als ziviles Gebrauchsfahrzeug mit geringen Kosten und leichter Wartbarkeit.    [...mehr]


Als der Ford Bronco im Jahr 1965 als ’66er Modell auf den US-Automarkt kam, hatte der Ford Geländewagen nur wenige Mitbewerber. Das sollte sich jedoch bald ändern.

Ford Bronco - nicht mehr original, dafür um so geländegängiger ©flickr / FireChickenTA99
Anfangs hatte der Ford Bronco – neben dem Mustang ein weiterer Gaul aus Dearborn und in der Werbung auch gern als dessen Stallgenosse bezeichnet – neben dem Jeep CJ-5 und dem International Scout keine wirklichen heimischen Konkurrenten. Der Ford Geländewagen war seinem robusten Rahmen, beidseitigen Starrachsen, Verteilergetriebe von Dana und Freilaufnaben absolut State of the Art. Das lobten die Kunden – nur der CJ-5 fand mehr Abnehmer. Daran dürfte sicherlich auch der Grundpreis der Ford 4×4-Ikone Anteil gehabt haben, der mit 2.194 US$ für viele Käufer erschwinglich war.    [...mehr]


„Mein Maserati fährt 210…“Damit konnte Sänger Markus eigentlich nur den Maserati Biturbo meinen. Denn Maserati Spyder und Coupe machten anfangs etwa soviel Spitze, obgleich das Werk geringfügig mehr versprach.

Maserati Biturbo ©flickr / exfordy
Der Maserati Biturbo befand sich preislich und von der Ausstattung her in der oberen Mittelklasse. Zu seiner Einführung im Jahr 1981 war der Biturbo lediglich als Zweitürer mit Stufenheck zu haben. 1983 folgte dem Maserati Coupe die viertürige Limousine – quasi der Quattroporte für Arme, 1984 schließlich komplettierte der Maserati Spyder das Trio. Seine kantige, geradlinige Karosserie, ähnlich der des 3er BMW, kennzeichnete den Biturbo stets als Kind er ganz frühen 80er Jahre, woran auch das sanfte Facelift an der Front von 1990 nie etwas zu ändern vermochte. Ob die neue Leuchteneinheit die vorherigen Doppelscheinwerfer an Eleganz übertraf, muss jeder selbst mit sich ausmachen.    [...mehr]


Einen konkreten VW Buggy gab es nie. Dennoch bürgerte sich der Name ein – schließlich basierte fast jeder Buggy-Bausatz auf einem gekürzten VW Käfer-Chassis.

Britischer VW Buggy mit Porsche-Felgen ©flickr / exfordy
Wem in den 60ern die völlig überalterte Karosserie vom VW Käfer nicht mehr zusagte, er andererseits aber nicht auf Heckantrieb mit serienmäßiger Traktionsgarantie dank des darüber liegenden Boxermotors verzichten wollte, musste ihn haben – einen VW Buggy. Damit machte der Dune Buggy, wie die Spaßautos in ihrem Herkunftsland, den USA, genannt werden, auch mit losem Untergrund kurzen Prozess. und zwar weit besser als aufgemotzte Vorkriegsautos mit Stollenbereifung. Und wer den VW Motor zwecks mehr Leistung nicht frisieren wollte, musste das auch nicht unbedingt tun – da ein ordentlicher Buggy-Bausatz ohnehin aus leichtem GFK bestand, war die zweistellige Pferdeherde allgemein ausreichend. Wenn der Sand aber so richtig stauben sollte…    [...mehr]


Der Fiat Spider zeigte in seiner langen Bauzeit, dass klassische Roadster nicht unbedingt aus Großbritannien kommen müssen. Auch heute noch erfreut sich der 124 Spider großer Beliebtheit.

ininfarinas Verkaufserfolg: Fiat Spider von 1970 ©flickr / Rex Gray
Der 124 Spider wurde 1966 als Ablösung des in Ehre gealterten 850 Spider eingeführt. Wie der Name besagt, lag dem neuen Fiat Spider der technisch solide Fiat 124 zugrunde. Optisch war der Roadster jedoch bei weitem flotter geschnitten als die 124 Limousine. Ein Schuss Ferrari, eine Prise Triumph – schon war das Erfolgsmodell fertig, das erst 1985 nach knapp 200.000 Exemplaren eingestellt wurde. Das Fahrwerk mit vorderer Einzelradaufhängung und hintere Starrachse an Schraubenfedern war zwar nie sonderlich modern, aber gut abgestimmt und brachte dem für einen solchen aus rein emotionalen Gründen gekauften Flitzer nötigen Fahrspaß.    [...mehr]


Per Badge Engineering vom Austin Healey Sprite Mk2 abgeleitet, brachte der Midget MG quasi gratis einen attraktiven Sportwagen. Der MG Roadster machte es seinem Ahnen bald schwer.

MG Midget 1500 mit kräftigen Stoßstangen ©flickr / mark.mitchell.brown
Als der Midget MG im 1961 ohne große eigene Entwicklungsarbeit einen günstigen Sportwagen bescherte, schien der Markt nur darauf gewartet zu haben: Der MG Midget Mk1, ein 348 cm kurzer und etwa 735 kg leichter Flitzer konnte bis zu seinem Auslaufen im Jahr 1964 25.681 Kunden bezirzen. Unter der Motorhaube tat zunächst ein 948 ccm großer Vierzylinder mit 46 PS Dienst, den 1962 ein Elfhunderter mit 56 PS ablöste. Mit dem kleinen Motor wurde der Benzinverbrauch auf lächerliche 7 Liter bemessen. Der Fahrkomfort vom kleinen MG Roadster war allenfalls marginal, der Fahrspaß jedoch um so größer.    [...mehr]


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