Cadillac Fleetwood – Standard of the World
Wem der Sedan Deville zu ordinär war, der nahm kurzerhand den längeren Cadillac Fleetwood. Hierzulande ist der Cadillac Oldtimer nicht nur platzbedingt eher selten.

Denn der Cadillac Fleetwood kippt sich – ganz nach gängigem Vorurteil über US-Oldtimer - kräftig was hinter die Binde. Was die ähnlich schweren Luxusfahrzeuge der Marken bentley und Rolls Royce verbrauchen, verschweigen die Nörgler dann geflissentlich. Zum Wagen: „Fleetwood“, der Name einer alten Karosserieschmiede in GM-Besitz, zeichnete immer die besonders luxuriösen Cadillac Pkw aus: Die hießen Fleetwood Sixty Special, Fleetwood Eldorado und Fleetwood 75. Der Sixty Special war eine normal lange Limousine, der Eldorado ein Zweitürer und der 75 eine Stretchlimousine mit Werksverlängerung. Erstgenannter Cadillac Oldtimer ist das in Flammen stehende Fotomodell.
Cadillac Fleetwood – Luxus und Länge
Dieser Cadillac Fleetwood Brougham – Sixty Special wurde in Brougham umbenannt - von 1975 ist der letzte wahre Riese: Die Limousine mit dem 210 PS starken und satte 8,2 l großen 500 cui V8 wog knapp 2,4 Tonnen. Der 586 cm lange Cadillac Oldtimer der letzten großen Fullsize-Generation vor dem Downsizing ist an seiner massiven C-Säule zu erkennen, während der Deville eine mit Glasfenster aufweist. Die erlauchten Fondgäste bleiben so vor den missgünstigen Blicken neidischer Prekarier verschont, während sie sich in die komfortabel gepolsterten Sitze mit Fußrasten fläzten. Da hatte Erzkonkurrent Lincoln nichts zu bieten, was sich rächte: 1975 liefen immerhin 18.755 Cadillac Brougham vom Band.
Cadillac Oldtimer mit günstigem Unterhalt
Der Cadillac Fleetwood Brougham des Folgejahres änderte sich optisch nur marginal und hatte weiterhin drei Inch mehr Radstand als der Deville. Optional gab es eine Benzineinspritzung, die Leistung von 190 auf 215 PS erhöhte. Die Opulenz des Innenraums ließ weiterhin keine Wünsche offen – was nicht serienmäßig war, stand auf der Optionsliste. Der Luxus blieb auch die nächsten Jahre bestehen, die Größe nach der massiven Verkleinerung 1977 kehrte erst 1993 mit der letzten Generation zurück: 572 cm Länge konnten sich nach wie vor sehen lassen.
Wer heute zum Preis eines VW Golf wahren Luxus verlangt, ist mit dem Cadillac Oldtimer bestens beraten. Und was an Sprit mehr durchläuft kompensiert der dank H-Kennzeichen günstige Unterhalt.


Ein wirklich schönes Auto. Danke für den Bericht…
Giesst ruhig weiter Öl ins Feuer… Ob Ihr das aus Unkenntnis oder Großkotzerei tut ist für mich nicht nachzuvollziehen.
Mit einem mit 5 Personen und Gepäck vollgepackten Fleetwood 75 aus 1968 mit dem 7,7 l. V8 sind wir vor 3 Wochen von Köln nach Bad Doberan an der Ostsee “gecruist”, wie es sich mit einem solchen Fahrzeug gehört und haben auf 1500 Km einen Durchschnittsverbrauch von 16,5 l gehabt.
Nicht schlecht was?
Fragt doch mal eine Fahrer eines /er BMWs oder Audi V8 neuester Bauart, was die Verbauchen, nicht zu reden von Cayenne und Co..
Weitehin fröhliches Cruisen aus Lohmar
wünscht Uli
Hi Uli,
freut mich zu hören, dass Ihr - zumindest beim Cruisen - auf sensationelle 16,5 l gekommen seid. Da selbst amerikanische Seiten den Verbrauch innerstädisch auf etwa 10 bis 12 mpg und außerstädtisch auf 12 - 14 mpg beziffern, sehe ich bezüglich des Verbrauchs allerdings kein Versäumnis in der Recherche. Mich persönlich würde der Verbrauch - sobald die finanziellen Rahmenbedigungen stimmen - nicht schrecken, einen Fleetwood zu kaufen. Die massige Opulenz gefällt mir einfach gut. Dass auch heutige Fahrzeuge einen kräftigen Zug am Leib haben, der nicht unbedingt den Herstellerangaben entspricht, ist bekannt - aber wie heißt es: Von nix kommt nix. Gilt für anno dazumal und für heute. Und wer immer nur beim Verbrauch sparen will, spart oft genug am Spaß.
Beste Grüße, Arild
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