Buick Skylark – Eleganz in der Kompaktklasse

Der Buick Skylark sah aus wie ein großes Auto und war auch dementsprechend ausgestattet. Doch tatsächlich war der Skylark klein, leicht und agil.

Der Buick Skylark kam 1961 als Upgrade für den Special auf den Automarkt, um auch für erheblich anspruchsvollere Kunden einen Kompaktwagen bereitzuhalten und sie so von Ford Falcon und dem ebenso günstigen Chevrolet Corvair abzuhalten. Optisch war das zunächst nur als zweitüriges Coupe, später auch als Hardtop und Cabrio erhältliche Fahrzeug streng den Fullsize-Modellen angepasst. Technisch glichen sie ihnen ebenfalls, mit Frontmotor und vorderer Einzelradaufhängung sowie Heckantrieb mit Starrachse. Eine flexible Kardanwelle und einen riesenhaften Vierzylinder wie beim verwandten Pontiac Tempest hielt man für zu gewagt.

Buick Skylark – ein Wachsen und Schrumpfen

Dem Buick Skylark weniger zupass kam, dass er sich zwar gar nicht so über verkaufte, die Marketingexperten ihn jedoch nach drei Jahren für das Modelljahr 1964 auf Midsize-Format beförderten und das Kompaktwagenkapitel im Hause Buick erst einmal abschlossen. Der in der Regel recht vermögenden  Kundschaft dürfte dieser Schritt gefallen haben, der Name „Skylark“ stand nun für größerer Motoren und mehr Platz. Speziell als Skylark Gran Sport machte er mit 325 PS starkem 401 Nailhead V8 die Straßen unsicher. Im Jahr 1972 wurde der mittelgroße Skylark einegstellt, um 1975 schließlich wieder als kompaktes Coupe aufzuerstehen.

In vielen Rover-Modellen steckt ein Skylark

Wenngleich der Buick Skylark hierzulande eher wenig bekannt ist, dürfte sein ursprüngliches  Herz, der 3,5 Liter große und je nach Jahr 185 bis 200 PS starke Buick V8 aus Aluminium auf dem Kontinent und vor allem der Insel erheblich größere Wellen geschlagen haben. 1964, also kurz nach der Vergrößerung der Skylark Reihe, gelangte der nunmehr zu schwache Motor in Besitz vom Britisch Leyland-Konzern, der ihn nach Kräften weiterentwickelten und unter anderem als Rover V8 im Range Rover, Rover P5 und P6, SD-1, MG GT und Triumph TR8 einsetzten.