BMW Z1 – Tür auf und Abfahrt!

Das einzigartige Verkaufsmerkmal beim BMW Z1 waren die Türen. Kein anderes BMW Cabrio davor oder danach ließ sich so lässig besteigen.

Als der BMW Z1 im Jahr 1987 auf der IAA präsentiert wurde, polarisierte er sofort: Manche schätzten den Roadster für seine fortschrittliche Technik, andere störten sich an der Kunststoffkarosserie, die über dem verzinkten Stahlchassis saß. Einig waren sich jedoch alle darin, dass es mit Ausnahme einiger alter britischer Roadster vom Schlage eines Triumph TR3 nicht ansatzweise die Möglichkeit gab, im Auto derart viel Frischluft abzubekommen: Es war von den Behörden ausdrücklich erlaubt, das BMW Cabrio mit geöffneten Türen zu fahren – und die wurden nach unten in die Schweller versenkt.

BMW Z1 – Großserie in attraktiver Verpackung

Damit bot der BMW Z1, den ein 2,5 Liter großer Reihensechser mit 170 PS und 222 Nm Drehmoment in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte, soviel Show wie seinerzeit allerhöchtens der Lamborghini Countach – und der musste seine Scherentüren beim Fahren schließen. Dem leer auf 1250 kg kommenden BMW Z1 Roadster verschaffte der Front-Mittelmotor eine Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse in Kombination mit dem hervorragend abgestimmten Fahrwerk hohe Kurvengeschwindigkeiten. Das machte dem Spender des Frontdesigns, dem legendären BMW M1 natürlich alle Ehre.

BMW Cabrio einst kein Schnäppchen

Die machte der BMW Z1 dem M1 auch in puncto Kosten: Zur Markteinführung 1989 riefen die BMW Händler für den Z1 satte 83.000 DM auf, später gar 89.000 Märker. Mit genau 8000 Exemplaren lief das BMW Cabrio jedoch rund 17 Mal häufiger vom Band. Als der Zettie 1991 eingestellt wurde, hinterließ er eine Lücke, die bald darauf höchst erfolgreich von BMW Z3 und den beiden Z4 Generationen gestopft wurde.
Wer sich heute einen BMW Z1 kaufen will, sollte vor allem Karosserie und Innenraum Aufmerksamkeit schenken; die Mechanik des Bayern ist robust und größtenteils auch leicht verfügbar.