Austin Healey Sprite – ein Frosch auf Rädern

Mit dem Austin Healey Sprite fuhr sich der britische Hersteller direkt in die Herzen der Fans. Dem Charme des Frogeye Roadster erlagen sie reihenweise – heute noch.

Der Austin Healey Sprite war in der Tat ein großer Wurf: Der Roadster mit dem freundlichen Gesicht, das wegen der herausragenden Scheinwerfer „Frogeye“ getauft wurde, war mit 699 Britischen Pfund erschwinglich. Der Morris Minor spendete Lenkung und Bremse, der Austin A35 steuerte Motor und Getriebe bei. Somit verfügte der Austin Healey Frogeye Sprite über 43 PS und 71 Nm Drehmoment aus 948 ccm, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 133 km/h langte. Dieser Austin Healey Oldtimer, gebaut von 1958 bis 1961, wurde in einer Stückzahl von 48.987 Exemplaren hergestellt und erfreut sich in der Szene größter Beliebtheit.

Austin Healey Sprite verliert Gesicht

Vom Austin Healey Sprite Mk2 liefen von 1961 bis 1964 nur 31.665 Einheiten vom Band. Das Design war weitaus nüchterner geraten und erinnerte an klassische Ferrari aus jener Zeit. Sein Vorteil der Einzigartigkeit war nun verloren wie auch viele Kunden, was ab 1962 zu einer stärkeren Serienversion mit vorderen Scheibenbremsen und einem 1098 ccm großen Reihenvierzylinder führte, die mit 56 PS und 84 Nm auch dem um rund  50 kg angewachsenen Gewicht Rechnung trugen. Volle Autohäuser löste dies jedoch nicht aus. Weiterhin leitete Konzernmutter BMC den MG Midget ab, der sich bald erheblich besser verkaufen sollte.

Austin Healey Oldtimer mit Detailverbesserungen

Der Austin Healey Sprite Mk3 folgte von 1964 bis 1966 und wuchs um rund 15 cm Außenlänge auf 346 cm an. Optisch verfolgte der Austin Healey Oldtimer die Linie des Vorgängers, erhielt aber Kurbelfenster und einen überarbeiteten Motor mit 59 PS und 88 Nm. Hinter Blattfedern übernahmen nun die Achsführung. Diese Serie konnte nur 25.095 Kunden überzeugen – der Midget zog in der selben Zeit mit 26.601 Exemplaren langsam, aber sicher vorbei.

MG Midget verdrängt Healey Sprite

Es folgte der Austin Healey Sprite Mk 4, der dem Midget stark ähnelte. Der entschärfte 1.275 ccm große Motor aus dem Mini Cooper stellte 65 PS und 98 Nm bereit, was für Neid auf den Stallgenossen sorgte. 1970, als Konstrukteur Donald Healey seinen Namen nicht mehr hergab, wurde der Roadster in Austin Sprite umgenannt. Dieser Austin Healey Oldtimer wurde innerhalb von fünf Jahren lediglich 22.790 verkauft, was auch am festmontierten Cabrio-Dach lag, das viele der hartgesottenen Fahrer, die mit dem abnehmbaren Notverdeck sehr zufrieden waren, abschreckte. Zugunsten des MG Midget Mk3, der sich bis 1974 etwa dreimal so gut verkaufte, wurde die Produktion schließlich 1971 eingestellt.