Adler Primus - Hecktriebler im 20er Jahre Design.

Autor: Florian

Irgendwie denkt man sofort an die Prohibition und Al Capone, wenn man den Adler Primus erblickt. Aufrechte Karosserie, Starrachsen und große Scheinwerferaugen. Doch wie viel der insgesamt 6.713 gefertigten Fahrzeuge wirklich in Chicago gefahren sind, kann keiner sagen.

Gefahren ist Capone sicherlich nie einen, denn in den Jahren, in denen der Primus in Deutschland vom Band lief, saß der Gangsterboss schon längst auf Alcatraz ein.

Adler Trumpf © flickr / dave_7

Ursprünglich stellte Adler Fahrräder her, erst 1900 begannen die Werke in Frankfurt damit, auch Automobile zu produzieren. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren die Adler-Werke der größte Automobilhersteller Deutschlands. Jedes fünfte Fahrzeug auf deutschen Straßen war derzeit ein Adler. Auch nach dem Weltkrieg konnte Adler seinen Erfolg ausbauen, doch den nächsten Krieg und seine Folgejahre überstanden auch die Adler-Werke nicht. 1955 gingen sie in der Grundig-Gruppe auf, aber bis dato, waren 212.000 Adler vom Band gelaufen.

Zu den legendären Klassikern der Marke gehören der Adler Primus und sein “Zwilling” der Trumpf. Er war etwas moderner gestaltet, musste sich aber mit magerer Technik begnügen.

Der Primus, der von 1932 bis 1938 gefertigt wurde, verfügte bereits über  moderne hydraulische Bremsen und eine zentrale Schmieranlage. Trumpffahrer mussten sich weiterhin mit Seilzugbremsen und Schmiernippeln abmühen. So wurde trotz des konservativem Design die konzerninterne Hierarchie zwischen dem Primus und dem Trumpf gewahrt. Dennoch hatte der Trumpf in Stückzahlen gerechnet  ungefähr doppelt soviel Erfolg.

Runde 30 PS auf 1.504 cm³ trieben die erste Baureihe des Primus auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Der Vier-Zylinder-Reihenmotor verbrauchte im Schnitt zehn Liter Normalbenzin auf  100 Kilometer. 3.600 Reichsmark kostete der Primus seinerzeit. In den Jahren nach 1934 gab es die Limousine dann auch noch mit 1,7 Litern Hubraum und 38 PS.

Bei einer derart geringen Stückzahl ist der Adler Primus auf jedem Oldtimertreffen eine Seltenheit.


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Billigflüge schreibt
am 27. Februar 2009 um 16:58 Uhr

Der primus ist wahrlich eine aussergewöhnliche Augenweide. Er gehört dank seiner Aerodynamischen Form und seiner Technik durchaus zu den Meilensteinen deutscher Automobilgeschichte. Leider ist er wirklich sehr selten anzutreffen, und wir von den wenigen Besitzern wohl gehegt und gepflegt. Mich würde mal intressieren was sich ein Sammler so ein Schmuckstück kosten lassen würde. Vielleicht gibt es ja auch einige modernisiserte Versionen des Klassikers? Wie auch immer. LG :-)

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Göttler schreibt
am 20. März 2009 um 14:28 Uhr

Der hier gezeigte Wagen ist ein Trumpf Junior, mit Frontantrieb und kein Primus.
Karosserie von Ambi-Budd

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Peter83 schreibt
am 14. April 2009 um 21:45 Uhr

@ Göttler…

Richtig erkannt. Wenn du die bildunterschrift liest, wirst du merken, dass auch niemand behauptet hat, der Wagen wäre ein Primus… Aber gut erkannt.

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