Beiträge vom: August, 2010

Wer damals wie heute einen Volvo 245 fährt, tut das meist aus Platzgründen. Denn Raum für einen ausgiebigen Ikea-Einkauf oder einen mit der Stoßstange gewilderten Elch liefert der Volvo Kombi mehr als genug.

Volvo 245 ©flickr / zenity79
Einen Volvo Kombi zu bauen, war für die Schweden im Gegensatz zu Mercedes oder Audi nie ein Problem. Das beweisen sie mit dem 544 Kombi, dem der Amazon Kombi und schließlich der Volvo 145 folgten. Der Volvo 245 löste letzteren im Jahr 1974 ab, aber übernahm eine schrullige Sparmaßnahe seines Vorgängers: Wie beim Volvo Oldtimer 145 entstammen die hinteren Türen dem jeweiligen Limousinen-Modell 144 bzw. 244. Die Zahl „245“ setzt sich aus der Serie 200, vier Zylindern und 5 Türen zusammen – im Jahr 1984 schufen die Schweden Ordnung und benannten alle Modelle schlicht „Volvo 240“.    [...mehr]


Der Rover V8 beflügelt heute noch Fantasien gestandener Automobilisten. Im Rover P6 ist er ganz besonders reizvoll verpackt.


Klar, der Rover V8 im P6 ist eine modifizierte Buick Konstruktion – aber er machte den Rover P6 erst zum Performer. Außerdem war das Fahrwerk des Rover 2000 – ein P6 mit Zwoliter-Reihenvierer dank hinter De-Dion-Achse, vorderer Einzelradaufhängung mit Kraftumlenkung und Scheibenbremsen rundum - dem Kraftpaket durchaus gewachsen. Der P6 wurde im Oktober 1963 eingeführt, eine Woche vor seinem Hauptkonkurrenten Triumph 2000 und sogleich zum „Car of the Year 1964“ gekürt. Da verlief der V8-Einzug im Jahr 1968 ganz unter dem Motto „Gutes kann noch besser werden“. Das bei vielen Fahrzeugen auf dem Kofferraumdeckel aus Aluminium angebrachte Reserverad hatte seinen Grund in der im Gepäckabteil platzierten Batterie – für sie ließ der Rover 3500 V8 im Motorraum keinen Platz.    [...mehr]


Wem der Sedan Deville zu ordinär war, der nahm kurzerhand den längeren Cadillac Fleetwood. Hierzulande ist der Cadillac Oldtimer nicht nur platzbedingt eher selten.

Cadillac Fleetwood Brougham ©flickr / MGSpiller
Denn der Cadillac Fleetwood kippt sich – ganz nach gängigem Vorurteil über US-Oldtimer - kräftig was hinter die Binde. Was die ähnlich schweren Luxusfahrzeuge der Marken bentley und Rolls Royce verbrauchen, verschweigen die Nörgler dann geflissentlich. Zum Wagen: „Fleetwood“, der Name einer alten Karosserieschmiede in GM-Besitz, zeichnete immer die besonders luxuriösen Cadillac Pkw aus: Die hießen Fleetwood Sixty Special, Fleetwood Eldorado und Fleetwood 75. Der Sixty Special war eine normal lange Limousine, der Eldorado ein Zweitürer und der 75 eine Stretchlimousine mit Werksverlängerung. Erstgenannter Cadillac Oldtimer ist das in Flammen stehende Fotomodell.    [...mehr]


Der Toyota MR2 traf den Automarkt unerwartet. Als Egopusher für Popper und Yuppies kam der kleine Toyota Pkw aber gerade recht.

Toyota MR2 als Restaurationsprojekt in der heimischen Garage ©flickr / AdamsDblDwn.jpg
Toyota MR2 – das stand nach Ansicht der Japaner für „Midengined Rearwheel-Drive Two-seater“, während die Franzosen „Merde“ verstanden und daraufhin weiter Alpine fuhren. Dennoch zählt der Youngtimer MR2 zu den großen Entwürfen der Japaner, die von 1984 bis 1989 gebaute erste generation erfreut sich besonders in den USA in verschiedenen Motorsport-Disziplinen weiterhin großer Beliebtheit. Was den Toyota Pkw, der als Targa und Coupe erhältlich war, zum Schreck arrivierter Sportwagen machte, war dessen durch den Mittelmotor herausragende Fahrdynamik und die Leichtigkeit der Konstruktion – 960 bis 1.060 kg lagen gerade mal an.    [...mehr]


Der Alfa Alfetta wurde 12 lange Jahre zwischen 1972 und 1984 gebaut. Kein Wunder – Sowohl mit Chrom als später mit Plastik machte der Alfetta ein äußerst gute Figur.

Alfetta 1.6 - unscheinbarer Kurvenräuber ©Wikipedia / MartinHansV
Mit dem Alfetta wurden all jene glücklich, die entweder italophil veranlagt waren oder sich eine dynamische Limousine in die Garage stellen wollten. Zum denkbar guten Fahrverhalten der viertürigen Stufenheck-Limousine trugen sowohl das Transaxle-Getriebe zwischen den angetriebenen Hinterrädern an De-Dion-Achse als auch die vorderen Doppelquerlenker mit längs liegenden Drehstabfedern bei. Die ideale Gewichtsverteilung von 50:50 düpierte alle Konkurrenten und förderte Traktion wie Kurvenlage des Alfa Alfetta gleichermaßen. Auch nicht alltäglich waren die vier Scheibenbremsen, hinten direkt am Differential – Mamma Mia!     [...mehr]


Nach Kriegsende waren zum Wiederaufbau vor allem Nutzfahrzeuge wie der Ford FK gefragt. Aus dem VW T1-Konkurrenten sollte der Dauerbrenner Ford Transit werden.


Der Ford Transit wurde in erster Generation ab 1953 in Köln gebaut und zunächst unter dem Namen Ford FK 1000 vermarktet. Die Abkürzung bedeutete Ford Köln und 1000 kg Nutzlast. Im modernen Onebox-Frontlenker-Design an den VW T1-Transporter angelehnt, unterschied sich der FK 1000 jedoch unter dem Blech grundlegend von der Wolfsburger Ikone: Komplette Neuentwicklung gegen Käfer-Plattform, wasserumspülter Frontmotor gegen luftumwehten Heckmotor, ebener Laderaum gegen hinteres, erhöhtes Motorenabteil. Der glatte Ladeboden vom Ford FK wurde jedoch mit den lärmend zwischen den Vordersitzen positionierten Reihenvierer aus dem Ford Taunus 12M erkauft, der zudem Fahrer und Beifahrer an die Seiten der Kabine drängte.    [...mehr]


Der Peugeot 404 wurde in 31 Jahren über 4,7 Mio. Mal gebaut. Dabei ist der Peugeot Pkw hierzulande fast völlig ausgestorben.

Unkaputtbar: der Peugeot 404 ©flickr / Wouter Duijndam
Am Peugeot 404 hing stets der Ruf des französischen Mercedes – robust, zeitlos, kein Schnickschnack und Dieselmotoren. Als der Peugeot Pkw 1960 das Licht der Welt erblickte, war er als Limousine, Pick Up und Kombi lieferbar. Letzterer hieß wie üblich bei Peugeot Break, war aber auch mit dritter Sitzreihe im Kofferraum als Siebensitzer Familiale und Nutzfahrzeug Commerciale lieferbar. Der Radstand betrug in allen Varianten, auch dem 1963 eingeführten 404 Cabrio und dem 1964 lancierten 404 Coupe, 28 cm. Längen und Gewicht variieren zwischen den Modellen; die Limousine ist mit 1.060 kg Gewicht und 445 cm Außenlänge 90 kg leichter und 14 cm kürzer als der Peugeot Kombi.    [...mehr]


Der Mercedes 190 war auch stets unter dem Beinamen „Baby Benz“ bekannt. Doch was damals revolutionär war, fährt sich heute immer noch gut – vor allem der 190 E.

Mercedes 190 E von 1990 ©flickr / michieldijks
Das Auto Mercedes 190 war die Antwort auf Ölkrise und dem resultierenden Kundenwunsch nach kleineren Autos. Doch einfach im Maßstab verkleinern ging nicht, wie sich bald herausstellte. So wurde der Mercedes 190 komplett neu entworfen – und ein voller Erfolg. Die Gewichtsvorgabe von 1.000 kg wurde mit Leegewichten von 1.080 bis 1340 kg eingehalten und half sofort beim Kraftstoff sparen. Als der Mercedes W201 1982 in die Autohäuser rollte, ähnelte die Motorenpalette der des größeren W123: Träge und äußerst solide Saugdiesel im 190 D, Vergaser im 190 und schließ Benzineinspritzung im 190 E.    [...mehr]


Einen konkreten VW Buggy gab es nie. Dennoch bürgerte sich der Name ein – schließlich basierte fast jeder Buggy-Bausatz auf einem gekürzten VW Käfer-Chassis.

Britischer VW Buggy mit Porsche-Felgen ©flickr / exfordy
Wem in den 60ern die völlig überalterte Karosserie vom VW Käfer nicht mehr zusagte, er andererseits aber nicht auf Heckantrieb mit serienmäßiger Traktionsgarantie dank des darüber liegenden Boxermotors verzichten wollte, musste ihn haben – einen VW Buggy. Damit machte der Dune Buggy, wie die Spaßautos in ihrem Herkunftsland, den USA, genannt werden, auch mit losem Untergrund kurzen Prozess. und zwar weit besser als aufgemotzte Vorkriegsautos mit Stollenbereifung. Und wer den VW Motor zwecks mehr Leistung nicht frisieren wollte, musste das auch nicht unbedingt tun – da ein ordentlicher Buggy-Bausatz ohnehin aus leichtem GFK bestand, war die zweistellige Pferdeherde allgemein ausreichend. Wenn der Sand aber so richtig stauben sollte…    [...mehr]


Wer die Beliebtheit des Ford F100 in den Staaten kennt, wird die Titelthese bestätigen. Doch auch hier findet der Ford Oldtimer zunehmend mehr Fans.

1956 Ford F100 Custom ©flickr / dave_7
Der Ford F100 wurde im Herbst 1952 als ’53er Modell und Nachfolger des Ford F1 vorgestellt. Wie auch bei Chrysler und Chevrolet ging es darum, dem Pickup möglichst viel Optik und Komfort eines Personenwagens angedeihen zu lassen. Und tatsächlich steht der Ford Oldtimer seinen weniger ladefreudigen Verwandten von einst in kaum etwas nach: So gab es gegen Aufpreis ein Radio, Licht am Dachhimmel, Zigarettenanzünder, Sonnenblenden und Armlehnen. Der massive Kühlergrilleinsatz nahm Scheinwerfer sowie Blinker auf und verleih dem Nutzfahrzeug trotz aller Wuchtigkeit eine einzigartige, flotte Note.    [...mehr]


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