Beiträge vom: Juni, 2010
Unfassbar, dass dem zackigen Fiat X1/9 die drögen Pandas und Unos folgten. Das Fiat Coupe überzeugte hingegen durch Fahrdynamik und maßgeschneiderte Karosserie.

Der Fiat X1/9 – das waren noch Zeiten: Während heute irgendwas turbogeladenes an den Vorerrädern von Punto und Co. zerrt, gab es damals ein Fiat Coupe mit Mittelmotor. Erstklassigg. Die von Altmeister Bertone geschneiderte Karosserie war knackig und saß prächtig. Wem’s zu warm wurde, der entfernte einfach das Targa-Dach. Alles toll, aber abgeschaut – immerhin vom Porsche 914 und nicht irgendwem. Andererseits: Besser konnte der Fiat 850 Sportspider ab der Markteinführung im Jahr 1972 gar nicht ersetzt werden. Die Klappscheinwerfer zeugten ebenfalls vom sportlichen Anspruch. [...mehr]
Wem die Celica nicht ausreichte, der griff kurzerhand zum Toyota Supra. Der turbogeladene Supra-Motor düpierte an der Ampel so manchen Gegner.

Als der Toyota Supra 1978 als Spitzenmodell der Celica die aufgehende Sonne erblickte, war die Welt noch in Ordnung, Als Toyota sich 1986 anschickte, die Celica durch Frontantrieb langweilig zu machen, blieb für die Fans des Supras alles beim alten – der Supra wurde ein eigenständiges Modell, dessen durchdrehende Hinterräder zum Markenzeichen wurden. Der Supra-Motor hatte einfach jede Menge Potential – der bei Tuning-Fans äußerst beliebte 7M-GTE schöpfte aus glatten drei Litern Volumen 235 PS und 350 Nm Drehmoment. Tempo 100 stand nach 6,3 Sekunden an, die Viertelmeile war nach kurzen 14,8 Sekunden durcheilt. [...mehr]
Der Ford Galaxie war lange Zeit eines der wichtigen Volumenmodelle. Betrachten wir einmal den Galaxie 500, einen der besseren Vertreter der Baureihe.

Als Ford 1960 den Galaxie 500 einführte, war das Modell ohne Nummer bereits ein Jahr auf dem Markt und stellte das Gegenstück zum Chevrolet Impala und Plymouth Fury dar. Der Fullsize Ford wurde im Vorfeld der automobilen Aufrüstung zu den Muscle Car Wars mit dicken V8 Big Block-Motoren versehen, der 406 cui und der noch stärkere 427 V8 bildeten hier die Spitze. Auf dem Dragstrip waren die Ford Galaxie wegen höheren Gewichts den leichteren Pontiac Super Duty Catalina unterlegen, doch auf den Nascar–Ovalen auch aufgrund von GMs Rückzug eine echte Wucht, vor allem mit dem legendären Fred Lorenzen. [...mehr]
Als der Chevy Camaro der zweiten Generation 1970 eingeführt werden sollte, verzögerte ein Streik dies lange. So wurden Camaro SS, Camaro Z28 und Co. erst spät als 1970 1/2-Modelle eingeführt.

Der neue Chevy Camaro war optisch nicht wieder zu erkennen: Aus dem Hardtop-Coupe war ein Fastback geworden, die Cabrios entfielen komplett. Die Linienführung war reich an italienischer Inspiration und durchaus gelungen. Als größtes Aggregat war der LS6 Big Block geplant, doch stellte schließlich der bereits bekannte 396 cui V8 das Maximum dar, nun allerdings der Emissionen wegen auf 402 cui aufgebohrt. Der Camaro SS, den dieser V8 befeuerte, war mit 350 PS aber immer noch ein echtes Muscle Car. Wer ihn mit der Camaro RS-Option kombinierte, erhielt zudem Stummelstoßstangen und eine verlängerte Grilleinsatz. [...mehr]
Wer in den 60er Jahren das Taunus Coupe für zu bieder befand, aber nicht auf die standfeste Kölner Mechanik verzichten wollte, griff kurzerhand zum Ford OSI.
Denn der Ford OSI verband einen robuste Technik mit dramatischem Design, das sich vor zeitgenössischen Coupes „echter“ Produzenten wie Iso Rivolta oder anderen italienischen Herstellern. Die Linienführung vom ehemaligen Taunus Coupe war und ist einsame Spitze, soviel Anmut und Dynamik gab es sonst nur für ein Vermögen. Die Abkürzung „OSI“ bedeutet „Officina Stampaggi Industriali“, die Karosserieschmiede. Deren Designer Sergio Sartorelli zeichnete auch den großen Karmann Ghia Typ 34. Beste Vorraussetzungen also. [...mehr]
Als Ford 194 den Mustang lancierte, waren bei GM die Gesichter lang. Als für 1967 der Chevrolet Camaro angekündigt wurde, musste Ford rasch nachlegen.
Denn der Chevrolet Camaro war von Anfang an als Muscle Car geplant worden und war breit genug, auch einen Big Block V8 aufzunehmen. Ford zog nach, aber der 67er Mustang wurde nicht so ein Hit wie das Pony Car von 1964 – zu viele Mitbewerber rangen um die Gunst der jungen Kunden. Und Chevy bot einiges: Das als Coupe und Cabrio erhältliche Fahrzeug war mit zwei albernen Sechszylinder und – viel wichtiger – vier V8-Motoren geliefert, die zwischen 255 und 375 PS lieferten. Wer mit seinem Händler auf „Du“ war, konnte sogar 425 Pferde ordern. Das Optikpaket vom Camaro RS mit den verdeckten Scheinwerfen sowie die rasanten Camaro SS und Z28 sorgten für weitere Begeisterung, sodass 220.906 Exemplare verkauft werden konnten. [...mehr]
Wem der Jaguar XJ einst zwei Türen zuviel hatte, stand vor der Wahl: es lockten die Jaguar Coupe-Version XJC oder der Gran Turismo XJS.

Der Jaguar XJC bot dabei alles, was dem anderen Jaguar Coupe fehlte: klassisches, konservatives Aussehen und ein Stufenheck im Gegensatz zum Fließheck des Personal Luxury Coupe XJS. Das Jaguar XJ Coupe bestach in der seitlichen Linienführung durch den Verzicht auf Chromapplikationen und eine äußerst gekonnt gestaltete C-Säule, die die der XJ-Limousine in Sachen Eleganz um Längen übertraf. Auch das Vinyldach war ausgesprochen geschmackvoll. Die B-Säule des Zweitürers entfiel und steigerte dadurch weiter die Anmutung. Nicht umsonst gilt das Coupe als attraktivste Variante der Serie II, ähnlich wie die Zweitürer des Mercedes W108. [...mehr]
Der Cadillac Eldorado war als Personal Luxury Coupe ähnlich positioniert wie die Lincoln Continental Mk-Reihe. Doch hatte der Eldorado Frontantrieb und war auch als Cabrio zu haben.

Als der Oldsmobile Toronado 1966 für Furore sorgte, befanden die GM-Verantwortlichen, dass der Cadillac Eldorado im Folgejahr auch das Prinzip des Frontantriebs und der Eigenständigkeit aufzugreifen hätte. So entstand aus dem Nobelhobel, der auf den DeVille-Modellen basierte, ein einzigartiges Personal Luxury Coupe. Der Cadillac wies ein kantiges Styling mit kurzem Heck und endlos langer Motorhaube auf. Der breite Kühlergrill wurde von Klappscheinwerfern flankiert, die den Eldorado dem Zeitgeschmack anpassten. Unter der Haube sorgte 1967 ein 429 cui, 1968 bis 1969 ein 472 cui V8 und 1970 schließlich ein 500 cui Kraftprotz mit 400 PS für souveräne neun Sekunden von 0 auf 100 und 192 km/h Spitze. [...mehr]
Per Badge Engineering vom Austin Healey Sprite Mk2 abgeleitet, brachte der Midget MG quasi gratis einen attraktiven Sportwagen. Der MG Roadster machte es seinem Ahnen bald schwer.

Als der Midget MG im 1961 ohne große eigene Entwicklungsarbeit einen günstigen Sportwagen bescherte, schien der Markt nur darauf gewartet zu haben: Der MG Midget Mk1, ein 348 cm kurzer und etwa 735 kg leichter Flitzer konnte bis zu seinem Auslaufen im Jahr 1964 25.681 Kunden bezirzen. Unter der Motorhaube tat zunächst ein 948 ccm großer Vierzylinder mit 46 PS Dienst, den 1962 ein Elfhunderter mit 56 PS ablöste. Mit dem kleinen Motor wurde der Benzinverbrauch auf lächerliche 7 Liter bemessen. Der Fahrkomfort vom kleinen MG Roadster war allenfalls marginal, der Fahrspaß jedoch um so größer. [...mehr]
Mit dem Alfa Montreal wollte der italienische Staatsbetrieb einen edlen GT auf die Räder stellen. Das gelang zwar, doch kam der Alfa Romeo Oldtimer zu falschen Zeit.

Mit dem Alfa Montreal war’s beim Autoquartett wie in der Wirklichkeit: Der Achtzylinder konnte so manche Karte gewinnen, doch war der Rest eher mau. Der Alfa Romeo Oldtimer wurde zur Weltausstellung 1967 in Montreal als namenlose Studie präsentiert und fand großen Anklang. Für die Serienherstellung änderte man die Technik vom Rennwagen Alfa Tipo 33 auf größere Alltagstauglichkeit ab, der 2,6 l große V8 mit Trockensumpfschmierung war ein Novum der Firma. Als Mittelmotor wurde das Triebwerk nicht verbaut, die breiten Schlitze der C-Säule simulieren jedoch wie beim Ford Capri I derartige Lufteinlässe. [...mehr]




