Beiträge vom: Januar, 2010

Der Pontiac GTO wies den Weg, der Dodge Charger ebnete ihn in der Chrysler Corporation im Jahr 1966.  Mit dem Plymouth GTX lieferte die Brot-und-Butter-Marke des Konzerns ihren Beitrag ab.


Der Plymouth GTX war zunächst als Ausstattungspekt des mittelgroßen Belvedere zu haben und düpierte die Konkurrenz sofort: ein 440 cui Big Block mit 7,2 l Hubraum und 375 PS war die Einstiegsmotorisierung, auf Wunsch und etwa 700 Dollar Aufpreis war der 426 Hemi mit 425 PS zu haben. Im Folgejahr erfuhren die Midsize-Modelle von Plymouth eine Neugestaltung, die auch  die GTX-Cabrios und Coupes betraf. Weiterhin optisch eher eckig, mit hinterer Starrachse an Blattfedern und den vorderen Torsionsstäben auch technisch nicht weiterentwickelt, waren auch die gleichen Motoren zu finden. Die Ausstattung war eher reichhaltig; der billigere Plymouth Roadrunner mit ähnlicher Ausrichtung fand aber mehr Kunden.    [...mehr]


Der Iso Grifo ist im Gegensatz zu obigem Spielfilm erheblich ernstzunehmender: Der Sportwagen war einer der ersten, der 300 km/h Spitze nicht bloß angab, sondern sie auch knapp erreichte. Ferrari Daytona und Lamborghini Miura hatten mit dem „Greif“ in jedem Fall nichts zu lachen.

Iso Grifo der ersten Serie ©flickr / Ed Callow [ torquespeak ]
Der Iso Grifo ergänzte ab 1964 das Angebot vom Kleinserienhersteller Iso Rivolta. Das sehr geschmackvolle Coupe mit großer Glaskuppelheck und Lüftungsgittern in den Frontkotflügel wurde in der Carozzeria Bertone von Designer-Ikone Giorgio Giagiaro gezeichnet. Muscle Cars wie der Pontiac Firebird, der Chevrolet Camaro und der Ford Mustang nahmen in der Folge kleine Designanleihen; Designklau wie aus Japan und China war es indes nicht. Unter der Motorhaube bollerte zunächst der kleine 327 cui Small Block aus der Corvette, der je nach Verdichtung 304 oder 355 PS bereitstellte. Damit waren schon mal 230 bzw. 250 km/h drin.    [...mehr]


Ein besonderes BMW Auto war der kleine BMW 600 schon immer: Der Fahrer musste wie bei der Isetta durch eine Tür an der Fahrzeugfront in den Kleinwagen steigen.

BMW 600 ©flickr / Marcin Wichary
Der BMW 600 galt daher auch stets als große Isetta. Von der übernahm er auch einige Teile    [...mehr]


Nachdem der Pontiac GTO das Muscle Car salonfähig gemacht hatte, wollte Pontiac auch im vom Ford Mustang dominierten Pony Car-Feld mitmischen. Der 1967 herausgebrachte und auf dem Chevrolet Camaro basierende Pontiac Firebird wurde zur Ikone.

Pontiac Trans Am der frühen 70er ©flickr / mashleymorgan
Der Firebird war stets besser motorisiert als der Chevrolet, doch fehlte ein klares Topmodell. Dies stellte der 1969 präsentierte Firebird Trans Am dar, der für 5$ pro Auto nach der populären gleichnamigen Rennserie benannt werden durfte. Als Pontiac 1970 die zweite Firebird-Baureihe zum Autohändler brachte, hatte der Sportwagen ein Bodykit mit Front- und Heckspoiler sowie „Fender Flares“, spezielle Kotflügelverbreiterungen. Unter der Shaker-Hood Motorhaube leisteten die Ram Air V8-Motoren mit 6.6 l Hubraum mindestens 366 PS. 500 waren möglich. Im 1971 Trans Am war ausschließlich der größere 455 HO (High Output) zu finden, der nun bleifreies Benzin nutze, was die Leistung verringerte. Dass der 455 Super Duty V8 im 1973 Trans Am Pontiac zum Hersteller mit dem nominell stärksten Motor machte, erkannten viele, dass das Rennsport-Aggregat leicht auf 500 PS frisiert werden konnte jedoch nur wenige.    [...mehr]


Vor dem BMW M1 beflügelte das BMW Concept „Turbo“ 1972 die Besucher von Automessen. Trotz optischer Ähnlichkeit ist der M1 nicht die Serienversion vom BMW Turbo.

BMW M1 mit Original-Felgen ©flickr / liftarn
Der BMW M1 wurde primär für den Motorsport konzipiert. Diesen Bereich hatte Lamborghini mit dem Erschienen des Mittelmotor-Miura umgekrempelt: Sportwagen mit Frontmotor waren fortan Autos von gestern. Tatsächlich sollte der M1 BMW-Wünschen gemäß bei den Italienern gebaut werden, doch brachten innerbetriebliche Probleme die Fertigung nach Stuttgart zur Karosserieschmiede Baur. Dort entstanden zwischen 1978 und 1981 insgesamt 460 Exemplare mit dem längs zwischen den Achsen eingebauten Reihensechser, doch das Rennsport-Reglement war nicht mehr dasselbe. So machten die Bayern aus der Not eine Tugend und mit dem BMW M1 Procar-Geschichte. Dieses Formel 1-Rahmenprogramm machte das flache Klappscheinwerfer-Coupe bekannt und begehrt.    [...mehr]


Als Opel 1967 den Commodore A in die Showrooms der Autohändler stellte, wurden die Limousinen und Coupes begeistert aufgenommen. Basierend auf dem biederen Opel Rekord C übernahmen sie teilweise dessen Technik, erfreuten sich aber eines sportlichen Images.

Opel Commodore B Coupe ©flickr / Last Hero
Der Opel Commodore trug wegen der größeren Motoren aber stets eine längere Front mit agressiverem Grill; wegen seines Coke-Bottle-Looks wurde er auch gern von Anhängern des American Way of Drive gefahren, die sich keinen Charger oder GTO leisten konnten. Der Commodore A wurde fast ausschließlich mit Reihensechszylindern von 2,5 oder 2,8 l Hubraum geordert, die mit Vergaser 115 oder 130 PS leisteten, mit Bosch D-Jetronic Einspritzung derer 150. Topmodell war das 1971 eingeführte Commodore A Coupe 2.8 GS/E mit 145 PS, das einen Ausblick auf die nächste Baureihe brachte. Opel setzte sein heißestes Eisen in der Mittelklasse marketingwirksam im Motorsport ein. Der Steinmetz Commodore wurde dank Leichtbau und Siegen in vielen Einsätzen legendär.    [...mehr]


Mit dem Duesenberg Model J brachten die deutschstämmigen Auswanderer Fred und August Duesenberg die amerikanische Antwort auf Rolls Royce und Bentley. Hohe Preise und richtig viel Dampf machten den Veyron der Zwischenkriegszeit zur absoluten Ikone.

Duesenberg Model J ©flickr / Simon Davison
Duesenberg-Veyron? Mit einem Preis von mindestens 8.500 US $ für das Chassis und bis zu 25.000 Dollar für ein Chassis mit handgefertigter Karosserie käme der Duesenberg J heute inflationsbereinigt auf gut 1,5 Mio. Dollar. Dafür war das Model J äußerst exklusiv – genügend Geld reichte nicht aus; wer den Brüdern nicht gefiel, bekam keinen. Der Nobel-Hobel mit dem typischerweise 3,60 oder 3,90 m langen Radstand wog je nach Karossier 2,5 bis drei Tonnen und schaffte dennoch den Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort.    [...mehr]