Beiträge vom: April, 2009
Die Geburtsstunden des VW Passat waren alles andere als rosig. Die Welt stand vor der Öl-Krise und Volkswagen hatte sich zu lange auf der Erfolgsstory des Heckantriebs mit luftgekühltem Boxer-Motor verlassen und die technische Entwicklung verschlafen. In Wolfsburg bahnte sich eine ernste Krise an.
Wie ein unüberlegter Schnellschuss wirkte da 1973 Präsentation des VW Passat und viel mehr war er auch nicht, anfangs. Kaum jemand hätte diesem kantigem Auto eine derartige Erfolgsgeschichte zugetraut.
In Wolfsburg war man sich nun klar darüber, dass die zwar robusten Hecktriebler alá VW Käfer der Entwicklung hinterherhinkten. Die neuen Volkswagen mussten einfacher, moderner und vor allem attraktiver werden.
1973 presste VW den Passat auf den Markt, mit aller Eile. Der Name sollte Beständigkeit vermitteln, ganz so, wie sich die Seefahrer hunderte Jahre lang auf die Passatwinde verlassen konnten. [...mehr]
Selten genug geschieht es, dass sich ein Automobilkonzern mit einem, als bahnbrechend bezeichnetem, Prestigeprojekt derart in die Nesseln setzt wie Ford in den 1950er Jahren mit dem Edsel. Wie die Titanic traf der Edsel schon auf seiner Jungfernfahrt seinen Eisberg.
Doch was seinerzeit die angestrebten Verkaufszahlen von einer Million Stück um beinahe 900.000 Exemplare verfehlte ist naturgemäß heute eine echte Rarität. Eine reale Chance hatte der Ford Edsel jedoch nie.
Mutiges, aber doch sehr spottanfälliges Design, technische Probleme, Rezession und ein Feind in den eigenen Reihen brachen dem Auto noch vor seinem ersten gefahrenen Kilometer die Achsen.
Der Ford Edsel sollte den Markt aufrollen und die Lücke zwischen Ford und Mercury schließen. Mit Bing Crosby, Frank Sinatra und Louis Armstrong kostspielig umworben, sollte der Edsel Amerikas neuer Wunderwagen werden. Statt dessen wurde er das größte Desaster in der Konzerngeschichte des amerikanischen Automobilpioniers. [...mehr]
Drei Gesichter hat er getragen, der Mercury Comet und keines davon gehörte alleine ihm. Als Marke der Ford Motor Company basierte jede Serie des Mercury Comet auf einem anderen Modell von Ford. Das wohl bekannteste aber längst nicht erfolgreichste war jenes Mercury Coupé Cyclone.
Nimmt man alle drei Serien zusammen, so wurde der Mercury Comet von 1960 bis 1977 gebaut und über 1,7 Millionen mal verkauft. Die erste Serie von 1960 bis 1965 basierte auf dem überaus erfolgreichen Ford Falcon.
Der ein Jahr zuvor eingeführte Falcon machte deutlich, dass nicht jeder Amerikaner darauf bestand, einen riesigen Straßenkreuzer zu fahren. Die Ford Motor Company wollte den Erfolg des Falcon weiter für sich nutzen und ließ 1960 auf dessen Basis den Comet von Mercury fertigen. Bis 1974 der Mercury Bobcat erschien, war der Comet tatsächlich das kleinste Modell von dieser Marke. [...mehr]
Taunus ist das Synonym für Ford, wenn es um die Klassiker dieser Marke geht. Wer hatte im Europa der 70er Jahre schon von einem Mustang gehört. Der Ford Taunus, genaugenommen der TC, der sich schnell zu Verkaufsschlager gemausert hatte, wäre in den 80ern beinahe vollständig in den Schrottpressen verschwunden, wäre er nicht langsam zum Kultobjekt avanciert.
Ford ist vielmehr Taunus, als man vielleicht annehmen mag. Nicht nur ein Markenname, in den Jahren nach dem Krieg bis 1967 hießen alle Fordmodelle in Deutschland ausschließlich Taunus. Der amerikanische Konzern hatte damals die Benutzung des Markennamens „Ford“ vollständig untersagt.
Neu war der Name dennoch nicht. Der erste Ford Taunus lief in Deutschland, genauer gesagt in Köln, schon 1939 vom Band. Der Ford Taunus G93A folgte 1939 bis 1942 dem „Eifel“ nach. [...mehr]
Spitfire, diesen Namen hat schon ein legendäres Jagdflugzeug der Royal Air Force getragen. Nicht weniger legendär ist der „Feuerspucker“ von Triumph. Kaum ein anderer Youngtimer hat eine derartige Erfolgsgeschichte vom Spottobjekt zum Kultauto durchgemacht wie der Triumph Spitfire.
1962 wurde die erste Version des Roadsters aufgelegt. 1970 wurde mit dem MK4 bereits das vierte Modell des Triumph Spitfire auf die Straße geschickt. Der Roadster hat von Anfang an polarisiert.
In den 60ern beim 24 Stunden Rennen von Le Mans mehr als nur erfolgreich, in den 70ern als unzuverlässige Studentenkiste verspottet und vom ADAC wegen seiner Mängel mit der silbernen Zitrone ausgezeichnet, mauserte er sich langsam zum Kult-Objekt.
Wen wunderts, sieht der Triumph Spitfire doch aus, wie eine Mischung aus einem Porsche 911 und einer guten alten Corvette C1. Und nebenbei ist man von britischen Autos ja ohnehin eine endlose Mängelliste gewöhnt.
Der Triumph Spitfire ist recht günstig als Gebrauchtwagen
Über 300.000 mal ist der Spitfire bis 1980 vom Band gelaufen und auch heute noch ist er relativ gut vertreten auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
Überraschenderweise ist dieser Klassiker zudem noch recht erschwinglich. Zwischen 2.000 und 12.000 Euro kann man je nach Erhaltungszustand und Laufleistung für einen Spitfire auf den Tisch legen. [...mehr]
Tausend Meilen, 1.600 Kilometer von Brescia nach Rom und zurück. Vom 14. bis zum 17. Mai begeben sich zahlreiche Klassiker der Automobilgeschichte wieder auf die legendäre Mille Miglia durch Italien.
Schon 1927 führte die Oldtimerrallye auf nahezu der selben Strecke zwischen Brescia, Rom, dem Gardasee, Ferrara und wieder Brescia 1.600 Kilometer über die schönsten Pisten Italiens. Damals wie heute begeistert das Rennen über öffentliche Straße Millionen Motorsportbegeisterte.
Bis zu ihrem vorläufigem Ende 1957 gehörte die Mille Miglia neben der Targa Florio und der Carrera Panamericana zu den Klassikern der Langstrecken-Straßenrennen. Nicht umsonst gilt sie als Grundlage des Kürzels GT : „Gran Turismo“, der Inbegriff schneller Reisesportwagens. [...mehr]
Wie der Name schon sagt, liegen die Wurzeln von Hispano Suiza sowohl in Spanien als auch in der Schweiz. Kein Wunder also, dass das Wappen unterhalb des Storchs auch die Flaggen beider Länder trägt. Jedoch verlief die Firmengeschichte anfangs alles andere als erfolgreich.
1899 war die Geburtsstunde von Hispano Suiza, gewissermaßen. In der Schweiz wurde der junge Ingenieur Marc Birkigt von einem Studienkollegen um Hilfe ersucht. Dieser verzweifelte in Barcelona an der Entwicklung eines elektrischen Omnibusses.
Und auch wenn dieses Projekt scheiterte, gründeten beide eine kleine Fahrzeugbaufirma. Die Marke „La Cuadra fertigte jedoch nur 10 Fahrzeuge, bevor sie 1902 tief in den roten Zahlen versunken war. Und auch das Nachfolgeunternehmen J.Castro s.en.c. Hispano-Suiza de Automóviles ging zwei Jahre später pleite.
Mit neuen Geldgebern gelang der Neuanfang 1904 als Hispano-Suiza Fabrica de Automóviles SA. Der neue Start begann auch jetzt wieder zögerlich. Doch mit Alfonso XIII, dem König von Spanien, und liquiden Geldgebern gelang es dem Unternehmen, die ersten Jahre und auch die Wirtschaftskrise zu überstehen. [...mehr]
Zur Zeit ist es das einzige seiner Art. Weltweit gibt es kein zweites Museum für historische Maybach-Fahrzeuge. Ein wenig ungewöhnlich ist dies schon, war doch die Marke lange Zeit das non plus ultra in der Oberliga des Automobilbaues.
Dieses einzigartige Museum verdanken wir nicht etwa einer Initiative des Mercedes-Benz-Konzerns, dem heutigem Besitzer der Traditionsmarke, sondern dem passionierten Sammler und nun Museumsgründer Helmut Hoffmann.
Der 57-Jährige widmet 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Hommage an die Konstrukteurslegende und Firmengründer Wilhelm Maybach.
Maybach hatte vor fast genau hundert Jahren sein Unternehmen zusammen mit dem deutschen Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin als Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH gegründet.
Maybach begann ursprünglich als Hersteller von Luftfahrzeugmotoren
Erst nach der Zwangsumstellung der Produktion gemäß dem Versailler Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg stellte Maybach Automobile her. Schon in den 20er Jahren waren die „Luxusschiffe“ von Maybach das non plus ultra des gehobenen Automobilbaues. Unglücklicherweise endete diese Hochzeit der Marke mit dem Zweiten Weltkrieg. 1960 übernahm der Nachfolgekonzern Daimler Benz die Maybach-Motorenwerke. Aber erst 40 Jahre später, 2002, wurden wieder Autos unter dem Namen Maybach produziert.
Nur 1.800 Fahrzeuge hat Maybach bis 1941 gefertigt
Während der „guten Jahre“ zwischen 1921 und 1941 wurden ungefähr 1.800 Fahrzeuge gefertigt. Lediglich 160 davon existierten heute noch. In den letzten 20 Jahren gelang es Helmut Hofmann, 16 davon zu erstehen. Sie sind ohne Frage die Glanzstücke seines Oldtimermuseums für historische Maybach-Fahrzeuge und sicherlich unbezahlbar. [...mehr]











