Beiträge vom: Januar, 2009

Heutige Sportwagen wirken so sicher wie noch nie. Überrollbügel, Karbon-Karosserie, Sicherheitskleidung und was nicht noch alles sorgen dafür, dass der Fahrer beinahe ein Maximum an Sicherheit zur Verfügung hat. Vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Die Renn- beziehungsweise Sportwagen aus der Anfangszeit der Automobilbranche glichen eher rollenden Motoren mit aufgeschraubten Sitzen. Der Fahrer saß offen im Wind, wusste oft nicht, wo er seine Beine lassen sollte und hatte meist den Schalthebel irgendwo zu sitzen, wo es besonders weh tut.

Buick © flickr / Peter.Hamer

Kein Vergleich mit dem Komfort der heutigen Tage. Dennoch umgibt diese Boliden ein unnachahmliches Flair, selbst, wenn man sie vor der Fahrt noch mit der Handkurbel starten musste, oder vielleicht gerade deswegen.

Der Motor rasselt, die Ventile klappern, der Fahrer erlebt das Fahrzeug als Maschine viel intensiver, als es der Formel-1-Pilot in seinem schnurrenden Boliden jemals könnte.

Der  Autobauer Buick hat seit seiner Gründung 1904 die amerikanische Autowelt geprägt.
Bereits 1907 brachte Buick seinen ersten Roadster und 1908 den Speedster auf den Markt.

Auch dieses Modell war schon mehr Motor als Fahrzeug. Zwei Sitze, vier Räder und ein bisschen Verkleidung, mehr war es nicht, was Buick um den Motor “herum” konstruierte.  In den späteren Modellserien glichen sich die Speedster immer mehr jener Torpedoform an, die wir heute mit klassischen Rennen aus der Vorkriegszeit verbinden, und dies war nicht nur bei Buick der Fall. Aber dennoch kam auch später nicht viel an Komfort hinzu.

Gewichtsoptimierung war auch hier schon das Maß aller Dinge. 1930 produzierten die Amerikaner ihren Speedster bereits mit kompletter Aluminium-Karosserie. Ausgestattet war dieses Model mit einem 6-Zylindermotor, 2 Vergasern, Trommelbremsen und einem Vier-Gang-Getriebe.

Leider sind diese Fahrzeuge inzwischen sehr selten geworden, und man muss sich glücklich schätzen, wenn man einen davon auf der Straße sieht.

Sie sind fast schon zu schade zum fahren, aber nur fast.    [...mehr]


Seit 1921 ist die italienische Firma Bertone eine feste Größe im Karosseriedesign. Die Entwürfe der Bertone-Familie machten viele Wagen unvergleichlich. Auch bei Alfa Romeo prägten sie ganze Baureihen.

Der 1750er GT war seinerzeit der Traumwagen Vieler. Hervorgegangen war diese Serie aus dem Giulia Sprint von 1962. Bereits1963 brachte Alfa Romeo ein zweitüriges Sportcoupé des Giulia Sprints auf den Markt.

Alfa Romeo 1600 GT © flickr / marco annunziata

Das Design stammte von Giorgio Giugiaro, dem damaligen Chefdesigner von Bertone. Umgangssprachlich hießen die Giulia Sprints oft nur “Alfa GT” oder “Bertone”. Bei den späteren Serien wurde Der Name dann tatsächlich auf das “GT” zusammengestrichen.

Die 1750-Motorisierung wurde erstmalig 1967 zusammen mit einem Facelift unter dem Namen “Alfa Romeo 1750 GT Veloce” angeboten. 1971 erschien dann noch eine 2000er Variante bevor die Serie dann 1976 auslief. Bis dato wurden  225.215 Stück der GT-Baureihe produziert.

Serienmäßig gab es den GT mit einem Fünfganggetriebe. Mit seinen 114 PS in der Grundversion brachte es der 1750er bei einem Drehmoment von 186 Nm auf 2.900 Umdrehungen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h. Für den Sprint von 0 auf 100 brauchte der Bertone für damalige Verhältnisse kurze 10 Sekunden.

Alfa Romeo GT Junior © flickr / Niblem

Wer heute noch einen gut erhaltenen 1750er  erstehen will, muss tief in die Tasche gereifen, denn der “Bertone” ist nach wie vor sehr beliebt.

Eben ein echer Klassiker.    [...mehr]


Ähnlich wie beim VW Käfer besitzt der BMW 02 noch eine große Anhängerschaft, die den Kult zum Auto noch mit regelmäßigen Treffen pflegen. Tiefe Zuneigung verbindet die Fans zum BMW 02, der einst die Mittelklasse neu erobern sollte.

BMW 02 flickr ©steve_lodefink

BMW 02 flickr ©steve_lodefink

Während momentan in Detroit auf der Autoshow neue Modelle wie der „VW Roadstar Concept Blue“ gefeiert werden, zieht es uns wieder zurück in die Vergangenheit. Trotz der zahlreichen technischen Neuerung umweht den BMW 02 jener Hauch von Nostalgie, die eine Oldtimer-Liebe so reizvoll macht.

Ursprünglich sollte die Reihe 114 heißen, aber recht schnell fand den Bezeichnung BMW 02 den Zugang in das Gedächtnis der Menschen. Sie sollte für BMW das untere Segment in der Mittelklasse füllen, welches für BMW bislang nicht wirklich zu erreichen war. Der Erfolg der BMW 02-Reihe war aber derart durchschlagend, dass selbst die optimistischsten Aussagen noch übertroffen wurden. Das Auto wurde selbst nach dem Ende der Produktion (1966-1977) zum Kult, zum Liebhaberstück.    [...mehr]


Ob heute noch jemand Volvo kennen würde, wenn damals der Volvo Amazon ein so durchschlagender Erfolg gewesen wäre? Kaum vorstellbar, denn als der Amazon in Serie ging, war die Autoproduktion in Schweden noch ein schwarzer Punkt auf der Landkarte gewesen. Zwar gab es in den 40er Jahren schon einen durchschlagenden Erfolg mit dem PV 444, aber mit dem Amazon gelang der endgültige Durchbruch. So kann man getrost den Erfolg des Autos als Beginn der Volvo-Ära betrachten.

Volvo Amazon ©wblogs

Volvo Amazon ©wblogs

Etwas mehr als 50 Jahre ist es jetzt her, seit der Volvo Amazon die große europäische Bühne betrat, allerdings im Ausland unter der Bezeichnung 121 und 122. Seine eigenwillige, aber einzigartige Form brachte dem Amazon schnell eine Welle der Anerkennung entgegen, insbesondere seit er auf einer Autoshow in London einem größeren Publikum vorgestellt wurde. Die zeitgemäße Karosserie im Ponton-Stil mit sportlichen Komponenten sowie schlichten Rundscheinwerfern verliehen dem Volvo ein markantes Äußeres mit hohem Wiedererkennungswert.

Bei der Motorenleistung leistete man bei Volvo am Anfang nichts Ungewöhnliches, gab es den Amazon zunächst nur mit einem 60-PS-Vierzylinder, erst später kamen Varianten mit 80 oder 100 PS hinzu.

Größter Vorteil war seine hohe Sicherheit und Stabilität, so existieren noch heute zahlreiche Volvos dieser Baureihe als Oldtimer auf den Straßen. Ungewöhnlich war zudem, dass mehr als 60 Prozent aller Fahrzeuge ins Ausland verkauft wurde – sicherlich auch ein Qualitätskriterium.    [...mehr]