Beiträge vom: August, 2008
Das Fahren eines Oldtimers ist von jeher ein Genuss. Doch was tun, wenn das geliebte Stück nicht mehr so will. Zwar befinden sich unter den Oldtimerbesitzern zahlreiche Bastler, die kleinere Reparaturen problemlos selbst bewältigen können und gar das gesamte Fahrzeug in aufopferungsvoller Arbeit selbst restauriert haben, jedoch ist dies nicht immer der Fall. Deshalb ist die Wahl der richtigen Werkstatt für den Oldtimer fast ebenso aufwendig, wie die Suche nach dem Auto selbst.
Den geliebten Oldtimer in fremde Hände zu geben bedarf schon jeder Menge Vertrauen. Deshalb sollte man sich im Vorfeld schon umfassend über die Werkstatt informieren. Besitzt sie eine entsprechende Reputation, gibt es Kundenbewertungen im Internet und kann sie die notwendigen Teile überhaupt beschaffen?
Desweiteren sollte man unbedingt einen Kostenvoranschlag machen lassen, damit man zudem eine Kostenübersicht erhält und auch mehrere Angebote miteinander vergleichen kann. Aber selbst dann sollte man sich bei einem Oldtimer auch vom Gefühl leiten lassen, schließlich ist die Investition in einen historischen Wagen eine langfristige Anlage. Gerade feinfühlige Arbeiten wie kleine Schrammen im Lack sollte von einem ausgebildeten Lackierer vorgenommen werden, um die Original-Lackierung so gut wie möglich zu erhalten. [...mehr]
Wenn es um klassische Oldtimer geht, haben die Briten aus designtechnischer Sicht oftmals die Nase vorn. Optisch ansprechend und mit dem Hauch von Klasse versehen, begeistern die britischen Klassiker durch ihre schlichte Eleganz. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Roadstars aus der Morgan-Schmiede, die bereits seit den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts begeistern.
Weil sich dieser Luxus bis in die heutige Zeit verkaufen lässt, hat man in Sachen Design und Karosserie nur sehr wenig verändert, lediglich die Kraft der Motoren und die Geschwindigkeit der Autos liegt unweit höher.
Im kommenden Jahr wird das Unternehmen Morgan sein 100jähriges Bestehen feiern, was wiederum von der langen Tradition der Marke zeugt, die seit jeher sich in Familienbesitz befindet. Besonders interessant sind die Dreiräder wie der Morgan Threewheeler Super Sport, die in den 30er Jahren gefertigt wurden. Mit Heckantrieb und zwei gelenkten Rädern sind sie heutzutage eine wahre Rarität.
Aber ab Mitte der 30er stieg man um auf vier Räder und eroberte im Laufe der kommenden Jahrzehnte die potente Käuferschicht auf der Insel. Als Klassiker gilt hier der Morgan Plus Acht, der 1969 erstmals das Licht der Welt erblickte. Mit einem Hubraum von 3,5 Litern und 150 PS besaß er genügend Power, um auch neben den optischen Aspekten punkten zu können.
Charakteristisches Merkmal der Morgan-Fahrzeuge ist das Holzgerüst für die Karosserie auf einem Stahlrahmen, das bis zur heutigen Zeit erhalten wurde. [...mehr]
Der BMW 501 wurde von 1952 bis 1964 produziert. Er war die erste Nachkriegslimousine des Konzerns und dementsprechend teuer. Ca. 20.000 DM kostete damals ein solcher “Barockengel”.
Der illustre Name rührt von der Linienführung des Wagens her. Selten hatte man in Deutschland eine dermaßen elegant geschwungene Karosserie bestaunen können. Der “Barockengel” begeisterte denn auch Fachpresse und Liebhaber gleichermaßen. Natürlich konnte sich nicht jeder einen leisten - genau das trug ja zum exklusiven Flair des Wagens bei! Die Linienführung erinnerte an Italien, der Spritverbrauch ob seiner Fülle eher an Griechenland als an Deutschland - der BMW 501 vereinte so barock-exotisches Äußeres mit traditionsbewusster Autobauweise.
Der Wagen besitzt einen Zweiliter Achtzylinder Motor und fährt maximale 160 km/h bei einer Leistung von 110 Pferdestärken. Der Wagen wurde seinerzeit mit einer Stückzahl von 21.792 von BMW ausgeliefert.
Dieses Stück repräsentiert den Neuanfang. In einer Zeit, in der wenig Geld vorhanden war und sich Deutschland zwar im Aufschwung, aber noch nicht wirklich auf dem Trockenen befand, kam der Barockengel angerollt und verkündete mit brummenden Motoren: Die neue Eleganz kommt von den Bayerischen Motorenwerken!
In Konkurrenz mit Mercedes ist der Limousine zwar der ultimative Durchbruch verwehrt geblieben, eine Augenweide für Liebhaber bleibt sie allemal.
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Der Horch 850 - eine Bauserie, die auch den letzten Zweifler anno 1935 davon überzeugte, dass es nur einen König der Automobilbauer gab: Die Horch Werke. Die Nachfolgeserie des Horch 500 überzeugte damals mit ihrer sanft geschwungenen Karosserie und einem Design, nach dem sich die Reichen und Schönen die Augen ausschauten.
Der Horch 853 ist das Kabriolett der Serie - noch heute gilt es als der weltweit schönste Sportwagen dieser Zeit. Angetrieben wird dieses Wunder der Automobilkunst von einem 8zylindrigen 4-Takt-Motor mit 4,944 ccm Hubraum. Eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei einem Gewicht von zweieinhalb Tonnen - dieser Wagen konnte noch beides: Gut aussehen und Leistung bringen.
Das Gefährt wurde in einer exklusiven Stückzahl von nur 619 Exemplaren hergestellt. Der Verbrauch von 22 Litern auf 100 km/h ist für ein Gefährt aus dieser Zeit relativ normal, auch wenn er natürlich vom heutigen Standpunkt aus ein extremes Kostenloch darstellt.
Dafür verzaubert der Wagen jede Straße, die er entlanggleitet. Er wird heutzutage noch des öfteren bei Hochzeiten, auf Oldtimer-Treffs und natürlich auf Messen gesichtet. Für mich jedes Mal ein Highlight. Wenn man den Horch sieht, versteht man auch verstehen, warum Horch und nicht Stoewer zu der Zeit das Mass aller Ding war
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