Beiträge vom: April, 2008
Der Anspruch für eine Oldtimer Versicherung besteht erst ab einem gewissen Mindestalter des Fahrzeugs - das ist hinlänglich bekannt.
Erschrocken bin ich selbst jedoch bei den zu leistenden Beiträgen und den offensichtlich unlogischen Abstufungen, welche durch die Versicherungen getroffen werden. Das Mindestalter betroffener Fahrzeuge beträgt 25 Jahre. Ab 40 Jahren spricht man im Allgemeinen von einer Klassiker-Einstufung. Es existieren verschiedene Sondertarife, welche wahrgenommen werden können, wenn ein Alltagsfahrzeug zur Verfügung steht. Zusätzlich muss der entsprechende Old-, oder Youngtimer in einem originalen, oder original identischen Zustand sein. Außerdem ist das Vorhandensein eines Gutachtens über den Wert des Fahrzeugs vorzulegen. Dieses darf nicht älter als ein Jahr sein.
Die preislichen Abstufungen beginnen in der Kategorie der Klassiker bei 17 kW und 23 PS bei knapp 58 Euro und bei Youngtimern cirka 63 Euro bei gleicher Leistung der Autovesicherung. Meiner Meinung nach ein Widerspruch in sich. Ältere Modelle stoßen eigentlich mehr Schadstoffe aus, als es etwa Youngtimer tun. Bei den Klassikern beginnt die nächste teurere Kategorie erst ab 66 kW und 90 PS. Hier beträgt die Beitragshöhe monatlich etwa 90 Euro. Die nächste Einstufung ist bei den Oldtimern mit einem Alter über 40 Jahren bei 142 kW und 193 PS erreicht. In diesem Fall liegt der Beitragssatz bei cirka 176 Euro. Teurer wird es bei den neueren Youngtimern. Diese kosten in der höchsten Leistungsabstufung mit über 193 PS über 200 Euro monatlich.
Auch bei Old-, beziehungsweise Youngtimern sind Teil- und Vollkaskoversicherungen möglich. Eine Teilkasko mit 150€ Selbstbeteiligung kostet im Durchschnitt jährlich 3,2% des Wagenwertes. (Den kann man zum Beispiel hier ermitteln.)Die kostenintensivste Variante ist die Vollkasko mit 150€ Selbstbeteiligung. Diese schlägt bei Youngtimern mit jährlich knapp 3,4% des Wagenwertes zu Buche. Vollkaskoversicherungen für Young- und Oldtimer existieren in 150, 300, 500 und 1000€ Selbstbeteiligungsabstufung. Die teuerste Kasko für einen Klassiker liegt bei lediglich 1,15% des Wagenwertes. [...mehr]
Eigentlich kann man zum Rolls Royce 10 HP nicht sehr viele Worte verlieren, denn aus rein technischer Sicht kann man nicht all zu viel berichten. Wühlt man jedoch etwas in der Vergangenheit der Automobilgeschichte, fällt den Rolls Royce 10HP eine Bedeutung zu, die man ohne Zweifel als Beginn einer Ära beschreiben kann.
Der Rolls Royce 10HP war das erste Fahrzeug, das unter dem Firmennamen „Rolls Royce“ produziert wurde. Nachdem sich Frederick Henry Royce und Charles Stewart Rolls auf eine gemeinsame Zusammenarbeit verständigen konnten, brachten sie 1904 mit dem 10HP ihr erstes Fahrzeug auf den Markt.
Dieser verfügte über einen wassergekühlten Zwei-Zylinder-Motor mit 12 KW. Diese Kraft ließ den Wagen immerhin auf imposante 63 Km/h beschleunigen. Letztendlich war es aber das schöne Design des Zweisitzers, der ihm Berühmtheit einbrachte. Als Gründungsfahrzeug einer legendären Fahrzeugmarke wuchs sein Ruf im Laufe der Jahre enorm. Seine Wertschätzung lässt sich auch anhand von Zahlen belegen, so gehört der Rolls Royce 10HP zu den teuersten Oldtimern der Automobilgeschichte. So wurden stattliche 7,25 Millionen Dollar für ihn bei einer Oldtimer-Auktion bezahlt.
Der neue Besitzer wird vermutlich noch sehr viel Freude am neuen Fahrzeug haben, denn die Wertsteigerung wird in den kommenden Jahren noch enorm zunehmen. [...mehr]
Hoffnungsvoll war man bei Ford in das Abenteuer Escort gestartet. Als „Käfer-Killer“ und in seiner zweiten Generation als Golf-Alternative sollte die Escort die Käuferschicht der Kompaktklasse erobern.
Doch irgendwie schien die erste gemeinsame Produktion der britischen und deutschen Ford-Werke die potenziellen Käufer nicht anzusprechen. Der als „Familienwagen“ und „sportlicher Flitzer“ deklarierte Escort verkaufte sich in Deutschland gerade einmal mit 234.667 Stück, obwohl allein in den deutschen Werken über 800.000 seiner
Art produziert wurden. Insgesamt verkaufte sich die erste Generation des Ford Escort 2,14 Millionen Mal, wobei der Großteil in Großbritannien an den Mann gebracht wurde.
Hier dürfte auch die Ursache des mangelenden Interesses in Deutschland liegen. Das Auto wurde vollständig in auf der Britischen Insel entwickelt. Das kompakte Design mit dem charakteristischen Kühlergrill, der nahtlos in die Scheinwerfer übergeht und dem Ford Escort schließlich den Beinamen „Hundeknochen“ eintrug, überzeugte lediglich die Briten und fand kaum Käufer hierzulande.
Mit Motoren zwischen 29 KW und 53 KW war ebenfalls kein Blumentopf zu gewinnen, da hier kaum außergewöhnliches gelungen war. Als man jedoch den RS2000 als Sportmodell 1973 auf dem Markt brachte, weckte dieser zumindest ein größeres Interesse. Die knapp 100 PS waren eher eine Seltenheit und für den kleinen Ford mehr als genügend.
Wesentlich mehr Anklang in Deutschland fanden die Nachfolgemodelle wie der MKII „Brenda“ und der MKIII. „Erika-86“. Erst zu dieser Zeit wurde der Escort zu einer führenden Marke in Europa. [...mehr]
In einer Zeit, wo das Auto immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückte, weil es sich von einem Luxusgut zum Alltagsprodukt gewandelt hatte, brachte die Auto Union einen Wagen heraus, der aus designtechnischer Sicht eher ein Rückgriff war als ein Fortschritt war.
Möglicherweise ein Grund, weshalb sich der unscheinbare Auto Union 1000 in der heutigen Zeit einer großen Anhängerschaft erfreut. Der Auto Union 1000 war alles andere als Verkaufsschlager und erreichte am Ende seiner Produktion eine Stückzahl von etwas über 171.000 Fahrzeuge. Schuld daran war laut Experten, dass das Design des 1000 längst überholt gewesen war. Da er auch mit sehr wenig technischen Neuerungen versehen war, gab es zwar eine solide Käuferschaft, aber keinen Ansturm.
Aus heutiger Sicht ist der Auto Union 1000 ein wunderschöner Klassiker, der immer noch gern erworben wird. Höhepunkt der Baureihe war und ist das Auto Union 1000 S de Luxe Coupé, das erstmals mit Scheibenbremsen versehen war. Daneben gab es noch ein Cabriolet, einen klassischen Viertürer und einen Kombi. Alle Motoren verfügten über einen Hubraum von 981 ccm und variierten zwischen 44 PS und 55 PS. Mit einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 120 km/h und 140 km/h ordnete sich der Auto Union 1000 unauffällig im Mittelklassesegment ein.
Trotz aller Kritik, die der Auto Union 1000 seinerzeit erfuhr, gehört zu den schönsten Oldtimern der 50er Jahre. [...mehr]
Am kommenden Wochenende wird das kleine Städtchen Langenburg zum Schauplatz für Oldtimer-Fans. Auf der Langenburg Historic 2008 (11.-13.April) können Besitzer von Fahrzeugen, die vor dem Jahr 1971 gefertigt wurden zum Wettstreit gegeneinander antreten.
Wenn man einmal in der jüngsten Vergangenheit ein Oldtimer-Rennen verfolgt hat, wird man recht schnell festgestellt haben, dass das Klischee vom Schneckenrennen vollkommen unzutreffend ist. Bei der dreitägigen Oldtimerveranstaltung in Langenburg lässt sich dieses Klischee beim Nachtprolog oder der schwierigen Bergprüfung eindrucksvoll wiederlegen. Auch hier wird mit harten Bandagen, aber mit großer Rücksicht auf die wertvollen Autos, um den Sieg gekämpft. Wer also schon immer einmal sein Gefährt auf Renntauglichkeit testen wollte, kann dies bei der Langenburg Historic 2008 gerne tun, zumal die Strecke wirklich anspruchsvoll ist und so mancher an seine Grenzen gestoßen ist.
Wer es etwas ruhiger angehen und trotzdem sein Schmuckstück der Öffentlichkeit präsentieren möchte, kann an der Orientierungsfahrt am Samstag durch das wunderschöne Umland von Langenburg teilnehmen. Natürlich kommen auch Oldtimer-Fans ohne Fahrzeug voll auf ihre Kosten, denn zahlreiche Schätze der Automobilgeschichte werden einfach nur zum Anschauen und Anfassen ausgestellt.
Den Aufenthalt in Langenburg kann man mit einem Besuch im Oldtimer-Museum oder dem Schloss Langenburg abrunden. [...mehr]
Wenn man einmal auf einem Oldtimer-Automarkt oder einer Oldtimer-Auktionen gewesen ist, wird man recht schnell feststellen, dass der Kauf eines Klassikers schon einen recht großen Geldbeutel benötigt. Wer möchte nicht gern mal einen Chevrotel Bel Air oder einen Rolls Royce für ein Wochenende sein Eigen nennen? Dieser Wunsch kann bei einer Oldtimervermietung erfüllt werden.
So kann man sich beispielsweise im Internet sein Oldtimer aussuchen und ihn gleich fürs Wochenende reservieren.
Ähnlich wie bei Vermietung für moderne Wagen kann man sich bereits im Vorfeld über die vorhandenen Modelle informieren und schauen, ob der gewünschte Klassiker gemietet werden kann. Zwar ist die Auswahl, wie man sich vorstellen kann, etwas beschränkter und man muss sich auch auf längere Wartezeiten einstellen, wenn man genaue Vorstellungen von seinem Auto hat. Da im Frühling und im Sommer sich Cabrios einer großen Beliebtheit erfreuen, kann es hier zu erheblichen Wartezeiten kommen, weil der Bestand äußerst begrenzt ist.
Ansonsten lassen sich mit einer Oldtimer-Vermietung Träume erfüllen, die man sich möglicherweise früher nicht leisten konnte. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Ford Capri, ein Sportwagencoupé, der früher ein Prestigeobjekt gewesen war und heute ein beliebter Klassiker. Aber auch Filmautos aus den Zeiten eines James Dean locken viele Mieter. Noch einmal zurück in die 60er Jahre, wo ein Auto noch ein Auto gewesen war, mit verchromten Scheinwerfern und einer Karosserie aus Stahl.
Die Preise variieren natürlich nach dem Seltenheitswert der Fahrzeuge. Einen Ford Capri gibt es beispielsweise schon für 180 Euro pro Tag, während man für einen Jaguar E-Typ 330 Euro berappen muss. In diesen Preisen sind die Versicherungen schon inbegriffen, die natürlich wesentlich höher angesiedelt sind als bei herkömmlichen Wagen. Ansonsten steht dem Fahrspaß nichts mehr im Weg. [...mehr]









