Beiträge vom: März, 2008

Ford Capri wikipedia©Arpingstone

Ford Capri – noch immer ein ganz besonders klangvoller Name, bei dem Auto- und Oldtimerfans noch immer mit der Zunge schnalzen. Das Sportcoupé aus dem Hause Ford wurde erstmals 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt und eroberte in kurzer Zeit die Herzen der Autofahrer im Sturm.

Der Name ist noch immer so klangvoll, dass man sich bei Ford entschlossen hat, das Modell wieder zu beleben. Ab 2012 soll der neue Ford Capri wieder erhältlich sein. Erste Studien zur Neuentwicklung konnte man schon vorab betrachten. Die Basis für das neue Modell wurde aber schon in den 70er Jahren gelegt, als man bei Ford mit einem Pony-Car den europäischen Markt erobern wollte und dies auch eindrucksvoll gelang. Zusammen mit dem VW Scirocco und dem Opel Manta gehörte der Capri zu den populärsten Coupés in ganz Europa.

Der Vorteil des Ford Capri waren seine zahlreichen Motorenvarianten und sein alltagstaugliches Design. Die weite Heckklappe und der großzügige Innenraum sind für ein Sportcoupé keine Selbstverständlichkeit. Die Motorenbandbreite beim Capri reichte in der ersten Generation von 50 PS und einem 1305 cm³ starkem Aggregat bis hin zu 150 PS und 2637 cm³. Insgesamt konnten die Käufer zwischen sieben Varianten wählen. Selbst in den Folgegenerationen behielt man diesen Variantenreichtum bei, um eine möglichst breite Käuferschicht anzusprechen.

Selbst in Ländern wie Australien, den USA und Südafrika konnte der Ford Capri erfolgreich auf dem Automarkt bestehen, weshalb er zu jenen Old- und Youngtimern gehört, die auf der Welt noch zahlreich zu finden sind. Trotzdem erzielen die Autos auf Oldtimer-Auktionen schon sehr gute Preise.    [...mehr]


Autor: Florian

VW Jetta - Youngtimer wikipedia©Sven Storbeck

Eine genaue gesetzliche Definition ist für die Bezeichnung Youngtimer in deutschen Gesetzbüchern nicht zu finden, stattdessen hat sich im Laufe der Zeit der Youngtimer als Mittel der Wahrnehmung etabliert. So kann es durchaus vorkommen, dass Autos des gleichen Baujahres als Oldtimer beziehungsweise Youngtimer eingestuft wird. Für Besitzer ist die Einstufung entscheidend, denn dadurch ergeben sich möglicherweise Vergünstigungen bei Steuern und Autoversicherung.

Als Datierungsbeginn haben sich die 15 Jahre durchgesetzt, was aber nicht unbedingt bindend sein muss. Überschreitet das Fahrzeug das Alter von 15 Jahren, kann es als Youngtimer eingestuft werden. Als klassische Youngtimer werden der Ford Capri, der Opel Manta, der VW Scirocco und der Mercedes-Benz W123 in den Listen der Hersteller geführt. Wobei selbst Klassiker wie der Ford Fiesta in seiner ersten Generation durchaus als Youngtimer gilt, wobei der kleine Flitzer bereits seit 1976 produziert wird und mit seinen 30 Jahren an der Grenze zu den Oldtimern kratzt.

Das wichtigste Kriterium für die Einstufung scheint ihre Alltagstauglichkeit zu sein. Dank schon modern anmutender Technik wie Antiblockiersystem, Klimaanlage und elektronische Fensterheber entsprechen sie mehr den Vorstellungen eines modernen Fahrzeugs als klassische Oldtimer. Mit ein wenig Pflege und Zuneigung können Youngtimer problemlos in den Alltag integriert werden. Allerdings muss man sich mit der gesetzlichen Regelung für die Autokennzeichen vertraut machen, um einerseits Steuern zu sparen und andererseits eine gültige Zulassung zu erhalten. So gibt es für das 07-Kennzeichen seit dem vergangenen Jahr eine Neuregelung in Sachen Steuern und Versicherung, die man beachten sollte. Mittels eines Tarifrechners könnte man die für sich beste Versicherung herausfinden.

Wie schnell man in diese Regelung fällt, überrascht so manchen Autofahrer selbst. Moderne Baureihen wie der Ford Focus, VW Vento und Jetta können teilweise oder demnächst schon als Youngtimer eingestuft werden.    [...mehr]


Chevrolet Bel Air  flickr©chefranden

Kaum ein anderes Auto stand in den 50er und 60er Jahren für die Automobile in Amerika wie der Chevrolet Bel Air. Die Baureihe, die von Chevrolet zwischen 1953 und 1975 fabriziert wurde, war das absolute Topmodell auf dem Markt und war für viele Amerikaner der Traumwagen schlechthin.

Noch heute erfreut sich der Chevrolet Bel Air als Oldtimer einer riesigen Beliebtheit. Als Cabrio-Version findet sich in fast jeder größeren Stadt der USA noch ein Exemplar, welches bei Sonnenschein durch die City cruist und neidvolle Blicke auf sich zieht. Das Besondere am Chevrolet Bel Air waren jedoch seine zahlreichen Extras, die heute wie selbstverständlich zu Chevrolet Bel Air wikipedia©ChiemseeManeinem Fahrzeug gehören, aber in den 50er Jahren fast revolutionär anmuteten. Automatikgetriebe, Servolenkung, Servobremse sowie Klimaanlage gehörten zum Standard des Chevrolet Bel Air.

Beim Motor würde man heutzutage die Augen verdrehen, denn ein Hubraum zwischen 3,8 Liter und 4,6 Liter ist kaum noch zu finden. Der V-8 Motor mit seinen bis zu 283 PS gaben dem Chevrolet Bel Air genügend Kraft, um den bulligen Riesen in zehn Sekunden von Null auf Hundert zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h war zwar schon Standard, aber für einen Familienwagen nicht. Das Raumangebot im Chevrolet Bel Air war riesig, denn seine Maße betrugen 4,97 Meter Länge und 1,83 Meter Breite.

Da man als Käufer zudem eine große Auswahl an Modellen vorfand, wurde der Chevrolet Bel Air schnell ein Publikumsrenner. Die Limousine mit zwei oder vier Türen, das Cabrio oder das Hard-Top sind nur eine kleine Auswahl dessen. Der Chevrolet Bel Air verkörperte das neue Selbstverständnis der Amerikaner und wurde nicht umsonst zu einem der wertvollsten Autos der Vergangenheit gewählt.



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BMW 327 wikipedia©dirtyhary

Ein ganz besonderes Stück Oldtimer-Geschichte ist der BMW 327, der 1937 auf dem Automarkt erschienen ist und besonders als Cabriolet reißenden Absatz fand. In einer politisch schweren Zeit stellte dieses wunderbare Auto ein Gegenstück dar, welches aufgrund seines Aussehens und seiner Fahrweise unheimlich viel Spaß verbreitet.

Wer in den Besitz eines der 1.306 Exemplare gekommen war, konnte diese Fahrfreude ausgiebig genießen. Besonders in den Farben Maron-Beige strahlte der BMW 327 eine Eleganz aus, die noch heute ihres gleichen sucht, ein Hauch von Luxus umweht den Fahrer. Die kostbare Lederausstattung, das weiße Lenkrad und die übersichtlich angeordneten Instrumente verstärkten diese Wahrnehmung zusätzlich.

Seine technische Basis entnahm der 327 den zeitgleichen Modellen 320 und 321. Ein Sechs-Zylinder-Motor mit einem Hubraum von 1.971 ermöglichte Geschwindigkeiten um die 120 km/h, vollkommend ausreichend für solch ein Auto, das weniger dem Transport als dem zur Schau stellen diente. Der Vergaser-Motor mit 55 PS entfaltete bei 4.500 Umdrehungen pro Minute seine volle Wirkung.

Noch heute verzaubert der BMW 327 auf Events und Oldtimer-Auktionen die Liebhaber. Da er nur bis 1941 gefertigt wurde, steigert seine geringe Produktionszahl unheimlich seinen Wert. Andere Oldtimer jener Zeit, wie der Audi 225, können da nicht mithalten.



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Autor: Florian

Stoewer flickr©ikeX

Die Stoewer-Automobile wurden mit dem Ende des 2. Weltkrieges zu Grabe getragen. Die traditionelle Firma, die im heutigen polnischen Stettin zu Hause gewesen war, fiel nach der geographischen Neuordnung auf polnisches Gebiet und somit in staatliche Hände, wo anscheinend kein Interesse herrschte, die Produktion fortzuführen.

Das Unternehmen, welches schon 1858 als Feinmechanische Reparaturwerkstatt gegründet wurde, gehörte am Ende des 19. Jahrhunderts zu den Pionieren des Automobils. Mit dem „Große Stoewer Motorwagen“ sollte eine neue Ära des Stoewer flickr©ikeXUnternehmens eingeläutet werden, die selbst durch die Wirtschaftskrise kein Ende fand. Zu den Glanzzeiten von Stoewer agierte man mit Horch und Mercedes auf Augenhöhe. Der Vorteil des Unternehmens war, dass man sich auf hochwertige und sportliche Luxuswagen spezialisiert hatte, statt einer typischen Massenproduktion zu folgen. In den 20er und 30er Jahren entwickelte man solide Modelle, die eine breite Käuferschicht fanden.

Zwischen 1917 und 1926 wurde die Herstellerpalette von Stoewer um die Produktion von Traktoren erweitert. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann eigentlich schon der Niedergang des traditionellen Unternehmens, denn man wurde in die staatlich gelenkte RüstungsproduktionStoewer Fahrrad flickr©celesteh eingebunden und war für 11.000 Exemplare LEPKW verantwortlich. Die Beteiligung an der Rüstungsproduktion dürfte wohl die späteren Machthaber dazu veranlasst haben, das Unternehmen aufzulösen.

Liebhaber von historischen Automobilen sind bei Oldtimer-Auktionen ständig auf der Suche nach Stoewer-Automobilen. Gut erhaltenen Modellen müssen sich hinter den Neuheiten des Genfer Autosalon keinesfalls verstecken.    [...mehr]


Horch 500

Der Name Horch ist heutzutage nur den wenigsten Menschen vertraut, lediglich Kenner der Automobilszene wissen mit dem Namen etwas anzufangen, dabei ist der Name Horch der Geburtsname der Marke Audi und die kennt ja nun wirklich jeder.

Audi ist die lateinische Übersetzung des Namens Horch oder etwas abgewandelt „Höre“. Diese kreative Namenswandlung wurde notwendig, weil August Horch seine erste Firmengründung mit dem Namen „Horch“ aufgrund eines Streites mit seinen Teilhabern verließ. Zwar gründete er in Zwickau die „August Horch Automobilwerke GmbH“, unterlag aber im Horch 500Namensstreit und nannte seine neuen Modelle „Audi“. Im Jahr 1932 kam es zum Zusammenschluss der alten Horch-Werke, von Audi, DKW und Wanderer zur Auto Union. Während des 2. Weltkrieges wurden die Horch-Werke erheblich beschädigt und nach Beendigung des Krieges von VEB Sachsenring Automobile Zwickau übernommen. Die Geschichte der Marke Audi wurde im westlichen Teil Deutschlands fortgesetzt.

Eine der imposantesten Schöpfungen der Horch-Werke ist der Horch 500. Imposante Zahlen wie 4.944 ccm, 100 PS und 24 Liter auf 100 Kilometer lassen auf einen Giganten schließen, den es in heutiger Zeit wohl kaum noch geben dürfte. Die Tatsache, das lediglich nur 122 Modelle des Horch 500 gebaut wurden, machen den Riesen zu einer wirklichen Rarität. Oldtimer-Liebhaber reißen sich bei Auktionen um ein Modell des 500, der aufgrund seiner beeindruckenden Größe bei dem Klassikern äußerst beliebt ist. Für einst 14.800 Reichsmark konnte man ein Modell erstehen, heute dürfte er wohl ein Vielfaches dieser Summe in Euro wert sein.

Der Horch 500 ist ein absolutes Liebhaberstück. Die Ausstellungsmodelle auf Messen gehören immer zu den Fixpunkten für die Zuschauer.



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Ausnahmeregelung für Oldtimer? flickr©rasta fabi

Inhaber von Oldtimern sehen sich seit der Einführung der Umweltzone und der verschärften Verordnung zu den Schadstoffklassen einer Problematik gegenüber, die aus kaum zulässt, dass die Fahrzeuge noch im Innenstadtbereich bewegt werden dürfen. Sicherlich gehören sie nicht zum ständigen Straßenbild, aber berühmte Oldtimer-Korsos, die alljährlich standfanden, stehen jetzt vor dem Aus.

Die Schadstoffklasse ist abhängig von Grenzwerten für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff, Stickstoff und Partikel. Dabei werden die Grenzwerte auch den unterschiedlichen Motoren (Ottomotor oder Dieselmotor) sowie die Fahrzeugtypen wie LKW, Moped, PKW usw. angepasst. Die einzelnen Grenzwerte müssen für eine gewisse Zeit oder eine gewisse Kilometerleistung von den Herstellern garantiert werden. Seit dem 1. Januar 2005 müssen Neufahrzeuge der Euro 4-Norm entsprechen.

Bei Oldtimern ist das Problem, dass sich die geforderten Abgasfilter oder Katalysatoren in den seltensten Fällen nachgerüstet werden können. Somit fallen fast alle Oldtimer in die Schadstoffgruppe 1, die ein Führen des Fahrzeugs im Innenstadtbereich vollkommen ausschließt. Nun sind Anhänger von Oldtimern gemeinsam mit den Städten und Kommunen auf der Suche nach einer Kompromissregelung, die es zu bestimmten Anlässen und für einen begrenzten Zeitraum erlaubt, die Oldtimer in der Innenstadt zu bewegen.

Leider konnte bisher noch keine Übereinstimmung gefunden werden, aber man äußerte sich hoffnungsvoll, dass dies bald geschehen könnte.    [...mehr]