Beiträge vom: Februar, 2008
Bereits Mitte der 30er Jahre eröffnet Fiat mit dem 500 Topolino den Markt im Kleinwagensegment und wollte damit vor allem einen Kontrast zu den weit ausufernden Mittelklassewagen bilden. 1936 ging das erste „Mäuschen“ (Topolino) vom Band und
eroberte sogleich die Herzen der Italiener, die ihren kleinen Topolino noch bis heute verehren und ihm deshalb als Fiat 500 Retro noch einmal auf den Markt gebracht haben.
Der Fiat 500 Topolino verfügte über einen 13 PS starken Motor mit 569 cm³. In drei verschiedenen Versionen wurde der erste Fiat 500 zwischen 1936 und 1948 insgesamt 516 646-mal gefertigt, allerdings verkaufte man Baulizenzen unter anderem nach China, Deutschland und England. Für die Italiener war vor allem ein Aspekt interessant – alle Modelle konnten mit einem Faltdach versehen werden, so dass die wärmende italienische Sonne jederzeit auf das Haupt scheinen konnte. Die zweite Version des Fiats 500 wurde ab 1948 mit einem 16,5 PS starken Motor zum Verkauf angeboten.
Immerhin erreichten die neueren Fahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit die jenseits der 90 km/h lagen.
Der Nachfolger war der legendäre Fiat 500 Nuova, der zwischen 1957 und 1976 insgesamt 3.702.078 gebaut wurde, aber zunächst nicht so einschlug, wie man es bei Fiat erwartet hatte. Die technische Basis zum Vorgängermodell, dem Fiat 500 Toplino, wurde vollkommen verändert. So wurde im 500 Nuovo ein 13,5 PS Motor integriert, der über einen Hubraum von 479 cm³ verfügte. Die Höchstgeschwindigkeit lag schließlich bei rund 85 km/h. Durch einige Verbesserungen wie dem stärkeren Motor (16 PS), einer besseren Ausstattung sowie einer Preissenkung wurde der 500 Nouvo zu jenem Kultauto, wie man es heute in Erinnerung hat. In Anlehnung an den Fiat 500 Nuovo fertigt man nun den neuen Fiat 500, der genau 50 Jahre nach der ersten Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Leider gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten als Fan von Oldtimern sich schöne Schmuckstücke anzuschauen. Eine dieser seltenen Augenblicke wäre die Motorwelt in Berlin gewesen, die am vergangenen Wochenende in Kooperation mit dem Kraftfahrzeughandel in den Messehallen unterm Funkturm veranstaltet wurde.
Die Stars des letzten Jahrhunderts waren dank des Meilenwerkes in Berlin und des Horch-Museums aus Zwickau auf der Messe sehr vielfältig vertreten. Auf rund einem Sechstel des gesamten Messefläche präsentierte man Fahrzeuge der
Marken DKW, Horch, Audi, Wanderer und vielen mehr. Anhänger dieser seltenen Überreste vom Anfang des Automobilbaus kam voll auf ihre Kosten.
Insbesondere die Modelle aus dem Horch-Museum begeisterten die Besucher. Eines der letzten Horch-Modelle, der Horch 853 A von 1938, mit einem Acht-Zylinder-Reihenmotor mit 4.944 ccm war eines jener Ausstellungsstücke. Wer sich auch für die Restauration und der Arbeit an Oldtimern interessierte, fand auf der Messe fachkompetente Ansprechpartner. Viele Typen, die auf der Messe zu sehen waren, werden wir hier in Kürze näher vorstellen.
Allein im März stehen drei weitere Oldtimer-Messen auf dem Terminkalender. Am 1. und 2. März öffnet der Antwerp Classic Salon seine Tore, vom 14. bis zum 16. März wird die Retro Classics in Stuttgart veranstaltet und schließlich kann man auf der Techno Classica in Essen sich mit seinen Lieblingen auseinandersetzen.
Wie alle Fahrzeuge, die in Deutschland auf Straßen bewegt werden, muss für Oldtimer mindestens eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Natürlich möchten Besitzer von richtigen Schätzen ihr gutes Stück wesentlich besser versichert wissen, um Vandalismus bei Ausstellungen oder sonstigen Schäden finanziell aus dem Weg zu gehen.
Die Versicherungsvielfalt ist hierbei ebenso facettenreich wie bei herkömmlichen Autos. Zunächst lässt man seinen Oldtimer im Wert schätzen, um ihn besser kategorisieren zu können. Wenn der Wert höher als 5.000 Euro liegt, sollte man zumindest eine Teilkasko-Versicherung in Betracht ziehen. Bei Wertigkeit über 15.000 Euro ist eine Vollkaskoversicherung schon fast Pflicht, denn der Oldtimer steigt eher in seinem Wert, als das er verliert.
Wenn diese Werteinschätzung vorgenommen wurde, muss man sich im Klaren sein, wofür der Oldtimer dient. Wenn er noch als reguläres Fahrzeug im Straßenverkehr eingesetzt wird, sollte das Versicherungspaket sehr umfangreich geschnürt werden. Eine Fahrzeugrückführung, eine Pannenhilfe sowie ein Mietwagen sollten in der Versicherung enthalten sein. Zudem gibt es bei einigen Versicherungen die Möglichkeit, eine Kostenrückerstattung zu erhalten, wenn man sich selbst auf Ersatzteilsuche begibt. Dort können bis 250 Euro gespart werden, wenn man sich um die Anlieferung der nötigen Teile kümmert.
Oftmals wird von Oldtimer-Besitzern angenommen, es existiere eine beitragsfreie Ruheversicherung, wenn das Fahrzeug nicht bewegt wird. Dies ist ein grundsätzlicher Irrtum, selbst für Oldtimer ist mindestens eine Haftpflichtversicherung notwendig. [...mehr]
Die beiden bekanntesten Automobilhersteller in Frankreich sind Peugeot und Renault. Sie liefern sich seit ihrer Gründung von 1898 ein Kopf an Kopf Rennen um die Gunst der Autoverkäufer in ganz Europa.
Es ist schon sehr erstaunlich, dass gerade die beide renommiertesten Fahrzeugproduzenten Frankreichs ihr Gründungsjahr 1898 haben, aber seitdem herrscht auch ein erbitterter Wettstreit zwischen den Konkurrenten, wobei mal
der Eine und mal der Andere die Nase vorn hatte. Ab 1918 stieg dann auch noch Citroën auf dem französischen Automarkt ein und erweiterte das Spektrum an faszinierenden Automobilen.
Aber wie gegensätzlich Verläufe gewisse Produktionen nehmen können, beweisen der Peugeot 404 und der Renault Frégate. Bei waren Mittelklassewagen, die durchaus die betuchte französische Mittelschicht ansprechen sollten. Mit der Entwicklung des Frégate wurde unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg begonnen, um nach den Kriegsjahren auf dem Automarkt mit neuen Modellen punkten zu können. Zwischen 1951 und dem Produktionsstopp 1960 wurden allerdings nur 163.383 Frégate gefertigt und verkauft. Mitte der 50er Jahre hatte man das Modell noch um eine 5-türige Kombiversion erweitert, aber letztendlich blieb der große Erfolg aus.
Eine ganz andere Entwicklung nahm da der Peugeot 404. Von ihm wurden insgesamt 2.885.257 Fahrzeuge gefertigt, allerdings trat er unmittelbar die Nachfolge des Renault Frégate an. Peugeot erreichte mittels unzähliger Varianten wie dem Injection (Cabrio), dem Coupé, dem Kombi und dem Standardmodell eine viel größere Käuferschicht und das nicht nur in den heimatlichen Gefilden. Auch in Deutschland erfreute sich der Peugeot 404 einer großen Beliebtheit, weshalb er bis 1974 nach Deutschland geliefert wurde.
Natürlich nahm das Duell nicht immer dieses Ausgang zwischen den beiden Konkurrenten, aber an diesen beiden Modellen wird deutlich, wie wichtig es ist, möglichst viele Käufer anzusprechen die Oldtimer fahren und keine Nischenfahrzeuge zu produzieren, wenn man Verkaufserfolge vorweisen möchte.
Die Marke Bentley steht neben Rolls Royce wie keine zweite für Luxus und Glamour auf den Britischen Inseln, schließlich ist der altgediente Automobilhersteller offizieller Hoflieferant der Königlichen Familie.
Die britische Automobilmarke gehört seit 1998 zum VW-Konzern, weshalb viele Menschen in Großbritannien erst einmal tief durchatmen mussten, als die Übernahme bekannt wurde, denn das Renommee und die Tradition der Firma stand symbolisch für die Klasse der Britischen Inseln. Inzwischen haben sich die Gemüter wieder etwas beruhigt, denn Bentley steht dank des Engagements von VW wieder auf soliden Füßen und hat nichts von seinem Renommee verloren. Im Gegenteil, der Bentley hat auch in Deutschland immer mehr Fürsprecher gefunden. Insbesondere Modelle wie der Bentley S1 dienen bei offiziellen Anlässen und Hochzeiten als Repräsentationsauto, welches einen Hauch von Luxus versprüht.
Der Bentley S1 besitzt eine starke Ähnlichkeit mit dem Rolls Royce Silver Cloud I, lediglich der Kühlerhaube wurde eine andere Form gegeben. Der Bentley S1 besitzt einen Sechszylinder-Reihenmotor mit 4.887 ccm Hubraum. Als Standardmodell wurde er mit einer Vier-Gang-Automatik angeboten, wobei man je nach Wunsch auch eine Vier-Gang-Manuell-Schaltung erhalten konnte. Um den Komfort des Fahrens zu verbessern, konnte man sich optional ab 1956 eine Servolenkung einbauen lassen. Insgesamt wurden lediglich 3.538 Bentley S1 gefertigt, weshalb die erhaltenen Fahrzeuge heutzutage einen enormen Wert besitzen.
Der Innenraum lässt natürlich keine Wünsche offen, eine großzügig konstruierte Fahrgastzelle bietet genügend Raum, der einen Königin gebührt. Die Klasse und die Eleganz des Bentley S1 sind unverkennbar, weshalb er ohne Zweifel zu den schönsten Klassikern der Autobilgeschichte gehört.
Wenn man zum ersten Mal dem Heinkel-Kabinenroller begegnet fühlt man sich sofort an die Isetta von BMW erinnert, die vermutlich auch als Vorlage für dieses Modell diente. Die Isetta wurde erstmals 1954 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt und inspirierte den als Flugzeugbauer und Motorroller-Konstrukteur bekannten Ernst Heinkel zum Bau des Kabinenrollers.
Ernst Henkel beschäftigte sich schon sehr früh mit dem Flugzeugbau und hätte sein Interesse 1911 fast mit dem Leben bezahlt, als er aus einer Höhe von über 40 Metern abstürzte und sich schwer verletzte. Da nach dem Krieg die Entwicklung von Flugzeugtechnologien verboten war, beschäftigte sich Heinkel intensiv mit dem Motorenbau. 1953 sollte der als „Heinkel-Tourist“ bekannte Roller dank seiner Robustheit die Welt erobern. Der luftgekühlte Einzylinder-Viertaktmotor sollte lange Zeit die Basis für
den Roller bilden. Nur ein Jahr später gründete er „Ernst Heinkel Motorenbau GmbH“ und produzierte den Heinkel Kabinenroller.
Zwar hatte der Heinkel-Kabinenroller starke Ähnlichkeit mit der Isetta oder dem Messerschmidt-Kabinenroller, allerdings besaß Heinkel die Motivation, eine völlig neue Technologie in das Fahrzeug zu integrieren. Praktisch war es der Versuch, den Motor einen Rollers in einen Kleinwagen zu verpflanzen, was durchaus als gelungen gelten darf, schließlich gehörte der Heinkel-Kabinenroller zu den schnellsten Kleinwagen seiner Zeit. Sein geringes Gewicht von 245 Kilogramm, der geringe Verbrauch von 3,5 Litern und die Leichtgängigkeit von Lenkung, Kupplung und Bremse machten das Auto für eine breite Käuferschaft attraktiv. Einen entscheidenden Nachteil besaß der kleine Flitzer jedoch, der Motorenlärm in der Kabine war ohrenbetäubend.
Der günstige Kaufpreis veranlasste viele Menschen zum Kauf des Wagens, schließlich fanden hier zwei Erwachsene und zwei Kinder ohne Probleme Platz. Nach dem Tod von Ernst Heinkel wurde die Produktion des Wagens eingestellt und die Entwicklung nicht fortgesetzt. In Erinnerung bleibt eines der innovativsten Autos, die in Deutschland gebaut wurden.









