Beiträge vom: Januar, 2008

Fridolin Typ 147©bayernernst

Fridolin – klingt niedlich und ist er auch. Der kleine Volkswagen, der nur in einer Stückzahl von 3.500 Fahrzeugen für die Deutsche Post zwischen 1964 und 1973 hergestellt wurde, erfreut sich bei Oldtimer-Fans einer großen Beliebtheit.

Ähnlich wie bei begehrten Luxus-Oldtimern macht die geringe Produktionszahl den Fridolin zu einer Rarität. Weil alle bisher existierenden Modelle für die Deutsche Bundespost vollkommen ungeeignet waren, gab die Post beim Volkswagen einen Typ in Auftrag, der genug Räumlichkeiten besitzt und gleichwohl bequem durch den Verkehr zu dirigieren ist. Ein Innenraum eines Fridolinganz wichtiger Aspekt beim Wunschauto der Post sollte der Laderaum sein, der mindestens zwei Kubikmeter besitzen und rund 400 Kilogramm Nutzlast aushalten sollte. Diesen Wunsch erfüllte Volkswagen in Form des Fridolin Typ 147.

Ein anderer wichtiger Aspekt für die Post war, die Kosten für das Fahrzeug so gering wie möglich zu halten. Deshalb entschloss man sich bei Volkswagen schon bereits existierende Teile anderer Modelle für den Fridolin zu nutzen. So stammen der Motor, das Getriebe und die Achsen vom VW Käfer. Für das Chassis des Fridolin nutzte man das Basismodell des Karmann-Ghia, einem Sportwagen, sowie Teile vom Bulli und dem VW Typ 3. Zudem nutzte man erstmals Schiebetüren, die bis heute ihre Verwendung in Postfahrzeugen gefunden haben. Der Fridolin war so erfolgreich auf deutschen Straßen unterwegs, das die Schweizer Post sich ebenfalls über 1.000 Modelle bestellte.

Heute existieren leider nur noch wenige Fridolins. Weltweit wird ihre Zahl auf rund 200 geschätzt, wovon allein 40 in Deutschland unterwegs sind.



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Ich würde das Meilenwerk in Berlin schon eher als einen Meilenstein betrachten. Wo bekommt man sonst auf einem Fleck - gut, ein ziemlich großer Fleck - alles, was das Oldtimerherz begehrt?

Meilenwerk Berlin

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Ein sehr schöner Wagen war der von 1929 und 1931 produzierte “Opel 4/20″, der zu der sogenannten “Laubfrosch”-Serie von Opel gehörte, die offiziell “Opel 4PS” hieß.

Opel 4-20 Seitenansicht

Im Grunde handelt es sich beim 4/20 ja um einen frühen Kleinwagen. Die Kiste kostete damals um die 4500 Reichsmark, was im Vergleich zu den Schlitten von Mercedes-Benz, Bugatti oder BMW ja noch günstig war- aber trotzdem nur für “Besserverdiener” erschwinglich war. Das gute Stück brachte es mit seinem 1,1 Liter-Motor auf etwa 60 Stundenkilometer Spitze.Opel 4-20 Front Die wegen der kleinen Ausmaße des Wagens und der grünen Werkslackierung Laubfrösche genannten Wagen gab es in verschiedenen Versionen, z.B. einer offenen Luxusversion als Zweisitzer, als geschlossene Limousine mit drei oder vier Sitzen und sogar als kleinen geschlossenen Lieferwagen, der eine Hecktür hatte. Mir wäre der klassisch elegante offene Zweisitzer am liebsten gewesen. Von den Wagen der Opel 4-20 HeckansichtOpel 4PS-Klasse wurden bis 1930 100.000 Stück verkauft, was ein beeindruckendes Ergebnis war. Der Laubfrosch war das erste Automobil in Deutschland, das im Fließbandverfahren hergestellt wurde und machte deshalb Industrie- und Automobilgeschichte. Von Citroen wurde übrigens seinerzeit ein Prozess gegen Opel angestrengt, weil die Franzosen im Opel 4PS ein Plagiat des
Citroen 5CV gesehen hatten. Opel gewann den Prozess. Plagiat oder nicht, der kleine Opel 4/20 ist und bleibt zeitlos schön.



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Reperaturbedürftiger Oldtimer

Der Kauf eines Oldtimers ist für viele Auto-Fans ein lang gehegter Traum. Gerade ältere Generationen möchten mit Kauf eines Wagens noch einmal die eigene Jugend wieder aufleben lassen und mit dem Sportwagen von damals über die Landstraße brausen.

guter Zustand eines OldtimersAber wie kann man schon beim Lesen der Kleinanzeigen die entsprechende Unterteilung oder Vorselektion vornehmen? Dafür hat die Zeitschrift „Oldtimer Markt“ einen Ratgeber entwickelt, in welchem der Zustand des Autos in Kategorien unterteilt wird. Sind also bei den Anzeigen Noten hinter dem Zustand des Oldtimers angegeben, kann man schon einmal eine kleine Vorauswahl treffen. Wenn man einen Oldtimer in einem Top-Zustand kaufen möchte, ist es ratsam nach den Noten eins und zwei Ausschau zu halten. Bastler hingegen lieben es, wenn noch recht viel am Wagen gearbeitet werden muss und suchen gezielt nach Oldtimern mit den Noten vier und fünf. Die Benotung und ihre Einordnung sehen wie folgt aus:

Note 1: Der Oldtimer ist in einem makellosen Zustand und es lassen sich keine Mängel an Technik, Optik und Historie (Originalität)finden. Im Prinzip ist das Auto in ursprünglichen Zustand erhalten worden.

Note 2: Der Oldtimer befindet sich in einem guten Zustand. Reparaturen und Schönheitskorrekturen wurden vom Fachmann vorgenommen und es fehlen keinerlei Teile. Das Auto ist mängelfrei und es sind lediglich winzige Gebrauchsspuren zu erkennen.

Note 3: Hier liegt ein klarer Gebrauchtzustand zu Grunde. Der Oldtimer sollte aber fahrbereit sein und nur über eine kleine Mängelliste verfügen. Für die Fahrbereitschaft sollten keine sofortigen Arbeiten notwendig sein.

Note 4: An diesem Auto kann eine leichte Durchrostung vorliegen. Kleinere Teile können durchaus defekt sein, allerdings sollten für die Fahrbereitschaft keine großen Investitionen erforderlich sein. Mögliche Defekte können relativ leicht repariert werden.

Note 5: Bei dieser Benotung ist noch sehr viel Arbeit notwendig. Das Auto kann dabei sogar in Einzelteilen vorliegen, allerdings sollten diese auch größtenteils vorhanden sein. Schwere Defekte ermöglichen keine Fahrbereitschaft und es sind hohe Investitionen notwendig.

Leider gibt es auch hier viele schwarze Schafe. Selbst Auto-Ratgeber stufen ein Fahrzeug in eine höhere Benotung ein, um eine Wertsteigerung zu erzielen. Die Kategorien können nur ein kleine Hilfestellung sein, um sich wenigstens einen ersten Eindruck im Voraus machen zu können.

Wer einen ungefähren Preis für sein derzeitiges Fahrzeug benötigt, kann sich diesen anhand einer Schwacke Liste berechnen lassen.    [...mehr]


Autor: Florian

Riley RMC Roadster©foshie

Der einstige englische Automobilhersteller ist bei vielen Oldtimer-Fans schon in Vergessenheit geraten, dabei überraschte diese Marke bei den Sportwagen, Viersitzern und Coupés mit zahlreichen Innovationen.

Am Anfang stand wie bei vielen Automobilfirmen die Produktion von Zweirädern. Der rasante Fortschritt auf dem Gebiet der Motoren und vor allem der Wegfall von billigen Arbeitskräften durch das Inkrafttreten des Kinderarbeit-Verbotes ließ viele Firmen sich nach Alternativen umschauen.

Riley StelvioDer geniale Kopf der Marke Riley war Percy Riley, der zusammen mit einigen Konstrukteuren 1907 den ersten vierrädrigen Riley mit 1034 cm3 und 9 PS auf die Beine stellte. Das innovativste Detail des Autos waren aber die abnehmbaren Räder, so dass das mühsame Demontieren der gesamten Felge nun der Geschichte angehörte, zumindest bei einem Auto der Marke Riley. Erstaunlich ist die Tatsache, dass nach der Patentierung zunächst auch die großen Automobilhersteller wie Fiat oder Mercedes ihre Reifen bei Riley fertigen lassen mussten.

Riley ElfDer Durchbruch gelang Riley mit dem Riley 11 “Redwinger”, der mit einem 35PS-Motor mit 1498 ccm versehen war. In den Jahren zwischen den Weltkriegen erfreute sich der sportliche Flitzer einer großen Beliebtheit auf der Britischen Insel. In den 20er und 30er Jahren konzipierte man zahlreiche Modelle mit Sechs- und Achtzylinder-Motoren, die zwar im Rennsport einen großen Anklang fanden, aber von den Käufern nicht angenommen wurden. So verschlang die Entwicklung von neuen Modellen derart viel Geld, dass man 1939 die Firma an William Richard Morris verkaufen musste.

Da man sich auch leider nach den Kriegsjahren nicht erfolgreich auf dem Automarkt durchsetzen konnte, gab man die Marke 1969 endgültig auf. Die vielfältigen Modelle von Riley werden aber Oldtimer-Liebhaber immer in Erinnerung bleiben.    [...mehr]


Aston Martin DB-5

Die Ära David Brown sollte nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen, als die kränkelnde Aston Martin Motors Ltd. Nicht mehr auf die Beine kommen wollte. Der britische Unternehmer mit dem großen Faible für den Rennsport war bisher mit Traktoren erfolgreich gewesen und erwarb das Traditionsunternehmen für 20.000 Pfund. Seine Ideen und geschlossenen Partnerschaften sollten der Automarke Aston Martin wieder auf die Sprünge helfen.

Aston Martin DBDas erste Modell unter der neuen Regentschaft war 1948 ein Drophead Coupé mit einem 2-Liter-Motor, welches inoffiziell den Namen DB I. trug. Da Brown den Bertelli-Zweilitermotor aus der Vorkriegszeit nicht mehr als zeitgemäß ansah, kombinierte er zwei wesentliche Komponenten miteinander, den Motor von Lagonda und das Fahrwerk aus dem „Atom“. Heraus kam ein 2,6-Liter-Sechszylinder mit 105 PS, der den Namen Aston Martin DB II. trug. Dieser neu konstruierte Rennwagen gewann schon wenige Monate später die Wertung in der 3-Liter-Klasse in Le Mans sowie den fünften Platz in der Gesamtwertung.

Aston Martin DB2Der Aston Martin DB III. basiert auf den Konstruktionen des Österreichers Robert Eberan von Eberhorst, der zuvor mit Ferdinand Porsche in der Auto Union zusammengearbeitet hatte. Typische Porscheelemente wie Torsionsstabfederung und Längslenkervorderachse fanden sich bei diesem Modell von Aston Martin wieder. Der DB IV. wurde mit einem 3,7-Liter-Motor und einem neuartigen Design 1954 auf den Markt geschickt.

Das bekannteste Modell der David Brown Ära ist der Aston Martin DB V., der unter anderem in den Filmen „Goldfinger“ und „Thunderball“ aus der James Bond-Reihe als fahrbarer Untersatz des Geheimagenten diente. Mit diesem Vier-Liter-Auto war Aston Martin endgültig in die Klasse der exklusiven Sportwagen-Hersteller aufgestiegen.

Die Geschichte des David Brown sollte 1973 bei Aston Martin zu Ende gehen. Für lächerliche 100 Pfund ging Aston Martin Lagonda Ltd. Anfang 1973 an die Company Developments.    [...mehr]


Autor: Florian

Bugatti 57 C one

Oldtimer-Auktionen besitzen in der Automobilbranche, im Gegensatz zu den Gebrauchtwagenauktionen ihren ganz eigenen Charakter. Während bei anderen Auktion ein aufgeregtes Durcheinander herrscht, die Aktivitäten das Geschehen bestimmen, geht man beim Bieten auf Oldtimer wesentlich dezenter vor, schließlich gibt es nicht viele Möglichkeiten einen Klassiker, von dem nur noch wenige Stück existieren, zu erwerben. Zudem geht es hier um einzigartige Autos und viel Geld – sehr viel Geld.

Opel OlympiaBegibt man sich zu einer der selten ausgerichteten Auktionen, muss man sich genauestens über die angebotenen Fahrzeuge informieren. Eine Auktion ist nun mal kein normaler Martktplatz. Allein verlässliche Informationen sind, wie in jeder Nische, die Basis guter Entscheidungen. Mit wem man die erhaltenen Informationen austauscht, sollte man mit Bedacht auswählen. Viele Fahrzeuge werden von ihren Besitzern lediglich angeboten, um einmal den Preis zu testen. Selten liegt dieser in den gewünschten Regionen, weshalb es Kenner der Branche überhaupt nicht verwundert, wenn weniger als 40 Prozent der Oldtimer einen neuen Besitzer findet. Der Verkauf eines Oldtimers kann sich über Monate hinziehen, wenn nicht der gewünschte Preis erzielt wird. Da sich die Preise inzwischen im sechs- und siebenstelligen Bereich bewegen, möchte kein Bieter verlieren und schon gar nicht ein unterwertiges Fahrzeug erwerben.

BMW ThreeIn den letzten Jahren sind die Preise für wirklich Liebhaber-Fahrzeuge rasant in die Höhe geschossen. Immer mehr Sammler müssen sich auf Auktionen mit zahlreichen Neulingen auseinandersetzen, welche die Preise in ungeahnte Höhen treiben. Gerade bei den historischen Rennwagen haben die Preise eine steigende Tendenz, denn durch die vielen Angebote an Rennevents für Oldtimer, ist die Nachfrage enorm gestiegen.

Die bekannteste Oldtimer-Auktion findet in Monaco statt. Sie wird traditionell unter dem Titel “Les Grandes Marques à Monaco” im Automobilmuseum durchgeführt, das die fürstliche Sammlung beherbergt.    [...mehr]