Beiträge vom: Dezember, 2007

Mercedes-Benz Museum

Die Geschichte einzelner Automobile kann selten durch das Auto selbst erzählt werden, auch wenn es noch so gut erhalten oder wieder hergestellt wurde. Rund um das entstandene Fahrzeug gibt es zahlreiche Fakten zur Vorgeschichte, zur Entwicklung, den Neuerungen auf den Gebieten des Designs und des technischen Fortschritts.

Mercedes-Benz 300Einer dieser Erinnerungsorte, an den Automobil-Fans regelmäßig ins Träumen geraten, ist das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Die faszinierende Reise durch die Geschichte eines der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen der Automobilbranche beginnt mit der Erfindung des Viertakt-Motors durch Gottlieb Daimler. Der Daimler-Reitwagen aus dem Jahr 1885 ist das älteste Fahrzeug der Welt mit einem Benzinmotor und diente Daimler sowie Maybach als Versuchsobjekt für den kleinen Verbrennungsmotor. Er ist innerhalb des Museums als Nachbildung ausgestellt.

OldtimerIn den Jahren 1900 bis 1914 entwickelt allmählich die Marke Mercedes-Benz. Namensgeberin der heutigen Weltmarke war Mercedes Jellinek, die Tochter des Rennfahrers und Automobilhändlers Emil Jellinek, der eng mit Gottlieb Daimler zusammen arbeitete. Bei einem Rennen im Jahr 1899 benutzte er den Namen seiner Tochter als Pseudonym für sein teilnehmendes Fahrzeug. Bei einer vertraglichen Regelung zwischen Jellinek und Daimler wurde der Name „Mercedes“ erstmals als Markenbezeichnung festgelegt. Seit September 1902 ist die Marke „Mercedes“ als Warenzeichnen geschützt.

SportwagenMit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 50er und 60er Jahren konnte sich Mercedes-Benz als Weltmarke etablieren und war gleichzeitig auf mehreren Gebieten erfolgreich. Neben den klassischen Fahrzeugen entwickelte Mercedes insbesondere Nutzfahrzeuge und Repräsentationswagen. Auf beiden Gebieten nimmt Mercedes-Benz selbst in der heutigen Zeit eine führende Position ein, denn Staatschefs vieler Länder lassen sich von den Repräsentationsmodellen chauffieren.

Auch im Rennsport konnte die Marke Mercedes immer wieder Akzente setzen. Die „Silberpfeile“ gehören seit Jahrzehnten zum Inventar der Formel 1. Die größten Erfolge feierten die „Silberpfeile“ in den 30er Jahren, aber der Mythos lebt in der Tourenwagenmeisterschaft und in der Formel 1 weiter.

Jeder Entwicklungsepoche, sowie einzelnen Sparten wie Nutzfahrzeuge, Sportwagen oder Repräsentationswagen sind Teile des Museums gewidmet. Neben den zahlreichen Automobilen sind auch kleine Details wie Motoren oder Einspritzanlagen äußerst sehenswert und informativ gestaltet.

Wo:

• Mercedes- Benz Museum
Mercedes-Straße 100
70272 Stuttgart    [...mehr]


Autor: Florian

Opel Rekord ©ansik

Eines der erfolgreichsten Modelle der Marke Opel war der Opel Rekord, der zunächst 1953 unter dem Namen Opel Olympia Rekord produziert wurde. Es war der Nachfolger des alten Opel Olympia und sollte mit seinen neuartigen Formen den wirtschaftlichen Aufschwung am Beginn der 50er Jahre verdeutlichen. Für das Design des neuen Modells wurden aus Amerika die Pontonformen übernommen und zusätzlich mit viel Chrom versehen.

Zwischen den Jahren 1953 und 1986, als Opel das Modell Rekord zu den Akten legte, verkaufte es sich über zehn Millionen Mal. Nachfolger des Opel Rekord wurde dann der Opel Omega. Die erste Generation des Olympia-Rekord wurde mit einem 4-Zylinder-Motor mit 1.488 ccm versehen, der eine Leistung von zunächst 29 kW (40PS) besaß, später waren es 33kW (45PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauerte bei dem ersten Modell noch zwischen 35 und 40 Sekunden, konnte aber bei den Modellen am Ende der 50er Jahre auf 26-30 Sekunden gesteigert werden. Die Preise für den Neuwagen variierten zwischen 5.500 und 6.500 Deutsche Mark.

Bis 1986 folgten noch sieben weitere Generationen des Opel Rekord, der in Deutschland als Mittelklasse-Fahrzeug ein hohes Ansehen genoss und vor allem mit dem Ford Taunus konkurrierte. In den späteren Genrationen hatten die Käufer schon eine vielfältigere Auswahl bei den Karosserien (Coupé, Cabrio, Limousine, Kombi) und bei den Motoren.

Je nach den Ansprüchen der jeweiligen Jahrzehnte erschien der Opel Rekord mit jeder Generation in einem neuen Gewand. Zunächst die Dynamik der 50er Jahre, die schlichte Eleganz in den 60er Jahren, der Optimismus und das Revolutionäre in den 70er Jahren und schließlich die neuen Konzepte in den 80er Jahren. In Kombination mit Opel Kadett, Manta und Ascona konnte sich Opel neben VW auf dem deutschen Automarkt etablieren und große Erfolge feiern.

Wer daran interessiert ist, sich einen Neuwagen zu kaufen, sollte sich die Zeit für einen ausführlichen Vergleich der Preise nehmen.    [...mehr]


Autor: Florian

Oldtimer

Das 07-Kennzeichen für Oldtimer unterliegt seit März 2007 neuen Regelungen. Es wird nur noch an Fahrzeuge ausgegeben, deren Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt und es wird zum Teil nur noch für einen begrenzten Zeitraum ausgestellt. Für den Erhalt des Kennzeichens ist eine Untersuchung im Umfang einer allseits üblichen Hauptuntersuchung zwingend notwendig. Außerdem muss für jedes Fahrzeug ein Fahrtenbuch für Kontrollzwecke angelegt werden.

Das 07-Kennzeichen ermöglicht weiterhin die Teilnahme an Veranstaltungen, wie es in der Regelung formuliert wird: „…die der Darstellung von Oldtimer-Fahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes diene.“ Ebenfalls können Probe- oder Überfahrten unternommen werden.

Von Auslandsreisen wird seit der Neuregelung dringend abgeraten, weil das Kennzeichen keine Zulassung nach internationalen Standards ist, sondern lediglich nur für den deutschen Verkehrsraum gültig ist. Es kann also passieren, dass bei einer Auslandsreise, sei es zum Zweck der Ausstellung, das Fahrzeug stillgelegt wird.
Einen entscheidenden Vorteil hat die Regelung für Oldtimer-Besitzer – für das Kennzeichen wird lediglich eine Pauschalsteuer fällig, die beim PKW 191,73 Euro und bei Motorrädern 46,02 Euro beträgt. Auch bei den Versicherungen hat man neue Tarife eigens für Oldtimer eingeführt.

Für Fahrzeughalter, die ihre Autos für Hochzeitsfahrten zur Verfügung gestellt haben, ist die Neuregelung ein erheblicher Nachteil, denn diese dürfen von nun an nicht mehr unternommen werden.    [...mehr]


Autor: Florian

Ford Mustang ©bryce edwards

Eine Legende unter den Sportcoupés und den Cabrios ist der der Ford Mustang. Kaum ein Auto konnte vom Start weg sich so gut verkaufen und für derart Furore auf dem Automarkt sorgen. Anscheinend war Ford im April 1964 in eine Marktlücke gestoßen, die weder der Chevrolet Corvair beziehungsweise der Plymouth Barracuda ausfüllen konnte.

Mit einer aufwendigen Werbekampagne machte Ford sein neues Auto noch vor der eigentlichen Präsentation der breiten Öffentlichkeit bekannt. Um seine Konkurrenten noch weiter in den Schatten zu stellen, erhielten Käufer die Möglichkeit, sich ihren eigenen Ford Mustang zusammen zu stellen. Ob als biederes Basismodell mit sechs Zylindern oder Luxus-Sportcoupé oder gar als Kraftpaket mit einem explosiven V8-Motor. Die Herzen der Männerwelt drohten regelrecht zu explodieren und die Gestaltung bei der Farbe wurde zu einem Wettkampf auf den Straßen. Von der ersten Genration des Mustangs wurden 1,293 Millionen Modelle verkauft, ein unschlagbares Ergebnis.

Liebhaber von Oldtimer dürften aber bei einer Sonderausführung des Ford Mustang ins Schwärmen geraten, dem „Shelby-Mustang“ von 1966/67. Der Ex-Rennfahrer Carroll Shelby, der unter anderem das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hatte, designte Mustang-Hochleistungsmodelle für den privaten Gebrauch. Aber auch für den Rennsport entwickelte Shelby Modelle wie den Shelby GT-350, mit 306 PS und 4,7 Liter V8-Motor, von dem nur 563 Exemplare gebaut wurden.

Auch die drei nachfolgenden Genrationen des Ford Mustang schafften es zum Kultstatus, weil die grundlegenden Eigenschaften des Autos nicht verändert. Es gab lediglich technische und kleine detailierte Veränderungen, die den Charakter des Autos weiterhin betonten. In vielen Filmen der 70er Jahre war der Ford Mustang an wilden Verfolgungsfahrten beteiligt und galt als das Auto schlechthin. In dem Film „Bullitt“ kam es zur längsten Verfolgungsfahrt der Filmgeschichte, in der Steve McQueen durch die Straßen von San Francisco jagt. In dem Film „Nur noch 60 Sekunden“ mit Nicolas Cage wird ein Shelby GT-500 zur Ikone der Autos erhoben.

Seine Beliebtheit konnte sich der Mustang bis in die heutige Zeit bewahren. Fans in aller Welt möchten gern ein seltenes Modell ergattern.    [...mehr]


GPS Karte

Oldtimer sind in den meisten Fällen äußerst wertvolle Autos, deren Preise sich in astronomischer Höhe bewegen. Da sie nicht mit den modernen Sicherheitsvorkehrungen wie eine elektronische Wegfahrsperre oder neuartigen Schlüsselsystemen ausgerüstet sind, kann der Rückgriff auf den Diebstahlschutz per GPS eine sinnvolle Maßnahme sein. Das Auto kann so jederzeit lokalisiert und aufgespürt werden, ohne das der usprüngliche Charakter des Autos verändert wird.

Das Global Positioning System GPS, auch Globales Positionsbestimmungssystem genannt, ist ein weltweites, satellitengestützte System zur Unterstützung der Navigation von Fahrzeugen jedweder Art: Boote, Autos, Fahrräder usw. Der Begriff GPS wird häufig im Zusammenhang mit einem Navigationssystems verwandt, dass seit dem Ende der 1980er-Jahre vom US-Verteidigungsministerium entwickelt und angeboten wurde, und was seitdem nicht nur in militärischen Zusammenhängen angewandt wird.

Das GPS setzt mehrere Satelliten voraus, die laufend ihre Position und die Uhrzeit abstrahlen. Ein Empfangsteil (zum Beispiel in einen Navigationssystems eines Autos) muss mindestens 3 verschiedene Signalquellen erkennen, um seine eigene Position bestimmen zu können. Soll auch noch die ganz genaue Zeit bestimmt werden, dann sind 4 Signale notwendig.

Liegen diese Informationen vor, dann „weiss“ das Navigationssystems des Autos, wo es sich genau befindet. Dies reicht auch aus, um anhand der Datenbank die beste Route zum vom Fahrer gewünschten Ziel zu finden, der GPS-Satellit und auch sonst niemand „weiss“ aber nicht, wo sich das Auto befindet. Damit diese Information außerhalb des Autos genutzt werden kann, muss sie über einen Sender im Auto abgestrahlt werden.

Das Navigationsgerät im Auto muss sich also so verhalten wie ein eingeschaltetes Handy. Dieses meldet seinen Standort über den Sender im Handy an die nächste Handy Antenne weiter. Damit ist es für den Handynetzbetreiber möglich, einen Anruf zuzustellen, aber nur weil das Handy eingeschaltet ist. Baut man diese Funktionalität in ein Navigationssystem ein, dann kann die Polizei das gestohlene Fahrzeug sehr leicht orten.

Das Prinzip werden dies auch die Fahrzeugdiebe leicht nachvollziehen können. Also werden sie einfach das Navigationssystem deaktivieren. Um diesen einfachen Trick zu durchkreuzen, müssen also mobile Navigationsgeräte so etwas wie eine zweite Sicherheitsstufe haben, im Prinzip ein Sender, der irgendwo versteckt im Auto sich befindet und der nicht abgeschaltet werden kann, wenn das Auto überhaupt im Betrieb ist.

Also doch lieber sein Oldtimer in die Garage stellen und nicht vor der Tür stehen lassen.    [...mehr]


Autor: Florian

Alfa Romeo Spider ©qiuvax

Seit 1966 gehört der Alfa Romeo Spider zum Straßenbild in Europa. Vorzüglich in der Farbe Rot galt der kleine Sportwagen als typisches italienisches Auto, voll beladen mit Klischees. Das Cabrio mit roter Farbe war ein Markenzeichen von Mittelmeerliebhabern und Anhängern des mediterranen Klimas. Unter der Sonne Italiens ließ sich wunderbar an den Küstenstraßen lang sausen, den Wind in den Haaren und im Radio italienische Musik. Das Flair versprühte auch der Innenraum, der mit Holzdekoren und einem Holzlenkrad versehen wurde sowie die ledernen Sitze.

Innenraum Alfa Romeo SpiderDie erste Generation des Alfa Romeo Spider spaltete die breite Öffentlichkeit. Das Design entsprach nicht unbedingt den Vorstellungen vieler Alfa Romeo-Fans, die deshalb dem Auto ablehnend gegenüber standen. Der „Duetto“, wie sein Beiname lautete, wurde mit einer 80 KW und 96 KW-Version auf den Markt gebracht und besaß einen Hubraum von 1,6 Litern. In Deutschland war die erste Genration lediglich unter den Namen Alfa Romeo 1600 Spider bekannt, fand aber recht schnell eine große Anhängerschaft. Trotz der anfänglichen Skepsis wurde zwischen 1970 und 1983 die zweite Generation des Spider gebaut. Das Heck wurde neu gestaltet und die Windschutzscheibe flacher angestellt. Für den amerikanischen Markt baute man zahlreiche Extras ein wie elektrische Fensterheber und verstellbare Außenspiegel. Die Motorengröße variierte zwischen 1,3 und 2,0 Litern.

Inzwischen gibt es eine sechste Generation des Alfa Remeo Spider, der sich aber als Oldtimer-Version größerer Beliebtheit erfreut. Die ersten beiden Generationen haben einen Kultstatus erreicht, der den neueren Generationen wahrscheinlich verwehrt bleiben wird. Der Charme des meist roten Flitzers verzaubert im mehr Fans, die auf der Suche nach einem schicken Sommerauto sind.




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Autor: Florian

VW Käfer ©extranoise

Eines der erfolgreichsten Exportautos Deutschlands war über Jahrzehnte hinweg der VW-Käfer. Was im Osten der Republik der Trabant war, ist der VW Käfer für den Westen, ein Kultauto, dessen Status von anderen Autos bislang noch nicht erreicht wurde.

Seit Beginn des Baus des unverwechselbaren Autos agierte der Käfer als Botschafter in aller Welt. Neben Produkten wie die Kuckucksuhr, Knödel und Goethe galt der Käfer als typisch deutsch. Die Silhouette des Volkswagens wurde während der gesamten Bauzeit niemals verändert, selbst als Forderungen nach einem neuen Design laut wurden, hat man an der Bauweise festgehalten. VW gelang es sogar mit humoristischen Werbekampagnen die Herzen von Nicht-Käferbesitzern zu erobern. Aber was machte dieses kleine Auto so faszinierend, dass es selbst in den USA, wo alles groß und mit Power sein musste, erfolgreich war.

VW KäferDie geheimnisvolle Mischung des Käfers lautete: der Geruch, der Sound, das Gefühl, die Handlichkeit und das Image. All diese Dinge machten den Käfer zu einem besonderen Auto. Während die Konkurrenten mit geruchsfreier Heizung warben, machte gerade die Heißluftbrise des Autos den einzigartigen Geruch aus. Mit dem typischen Gefühl des Käfers wuchs eine ganze Generation heran. Manche Kinder konnten ohne das Summen des Käfermotors schon gar nicht mehr in den Schlaf gewiegt werden. Man besaß einfach das wohlige Gefühl von Geborgenheit. Die Handhabung des Käfers war sein großes Plus. Das leichte Bedienen der Lenkung und Schaltung machte das Auto auch für Fahranfänger attraktiv. Obwohl es damals mit Sicherheit noch keinen großen Parkplatzmangel gab, war das Einparken mit dem handlichen Käfer ein Kinderspiel. Das etwas beschaulichere Tempo wurde ohne Widerwillen in Kauf genommen.

Beim Image hatte der Käfer immer die Nase vorn. Immer ein wenig belächelt, aber doch ungemein beliebt, gehört er eben Straßenbild in Deutschland. Seine Besitzer besaßen ihren eigenen Humor und das Auto versprühte Charme – wer einen Käfer besaß, war „WER“.

Die Beliebtheit des wiedergeborenen Käfers, des VW Beetle, zeigt, der Käfer wäre heute noch Kult. Der letzte gebaute Käfer rollte 1978 mit etwas Wehmut vom Band und wurde durch den ersten Golf ersetzt. Aber die Geschichte des Käfers wird noch lange nicht beendet sein.    [...mehr]